Sicher zum Supermarkt 

Erichshagen-Wölpe: Neue Ampel für Celler Straße

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Damit Fußgänger sicher vom Wohngebiet zum Supermarkt oder Möbelgeschäft samt Bankautomaten gelangen können, soll an der Celler Straße eine neue Ampel aufgestellt werden.

Erichshagen-Wölpe - Sicherer zum Supermarkt „Netto“, dem Einrichtungshaus „Heka“ und den darin liegenden Bankautomaten gelangen – das soll jetzt Fußgängern im Nienburger Stadtteil Erichshagen-Wölpe ermöglicht werden. Der städtische Bauausschuss hat am Mittwoch einstimmig dem Bau einer weiteren Fußgängerampel an der Celler Straße zugestimmt.

Bereits im Jahr 2015 hatte der Nienburger Seniorenbeirat eine Querungshilfe – auch Verkehrsinsel genannt – in Höhe der Geschäftshäuser Heka-Möbel und Netto-Markt beantragt. Im Nienburger Stadtteil Holtorf hatte das Gremium eine ähnliche Anregung, dort wurde an der Verdener Landstraße bereits eine Fußgängerampel in Betrieb genommen.

Im Erichshagen-Wölpe wurde im Jahr 2016 zunächst eine Verkehrszählung durchgeführt. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr lehnte daraufhin eine Finanzierung der baulichen Maßnahme durch den Bund ab, da die dafür notwendigen Mindestwerte der Fußgängerquerungen nicht erreicht wurden. Das Projekt war damit aber noch nicht gestorben.

Nun soll die Stadt Nienburg selbst die Kosten übernehmen. Dafür wurden bereits rund 64 400 Euro im Hauhalt 2018 vorgesehen. Der Bau einer Querungshilfe würde allerdings 72 000 Euro kosten, erläuterte Michael Pohl von der Stadtverwaltung während der Bauausschusssitzung. Daher sei nach Alternativen gesucht worden. Aus wirtschaftlichen Gründen hat die Verwaltung daher den Bau einer Ampelanlage für 41 000 Euro vorgeschlagen. Die Unterhaltungskosten belaufen sich nach Angaben der Stadt auf 500 Euro jährlich. Die städtischen Mitarbeiter haben sich zudem mit der Polizei beraten und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Ampel an dieser Stelle für die Fußgänger auch die sicherste Lösung sei. Dies antwortete Jens Kortebein, Leiter des Sachgebiets Straßenbau bei der Stadt Nienburg, dem Ausschuss auf die Frage vom Vorsitzenden Karim Iraki (Grüne), ob nicht über einen Zebrastreifen nachgedacht worden sei. Dieser würde allerdings nicht viel weniger kosten und dafür eher unsicherer sein.

Reinhard Wandmacher, der als Mitglied des Seniorenbeirats dem Bauausschuss beisitzt, begrüßte es, dass die Anregung nun umgesetzt werde. „Wir hatten die Querungshilfe beantragt, damit der Verkehr nicht zu stark beeinflusst wird“, erklärte er den ursprünglichen Vorschlag der Senioren. Aber auch mit der Ampel sei der Beirat einverstanden. Da diese nun in der Näher einer Bushaltestelle entstehen soll, regte Wandmacher an, das Blindenleitsystem auch zwischen den Haltepunkten und der Ampel auszubauen. Dies würde jedoch weitere 22 000 Euro kosten und bedürfe eines weiteren Antrags, erklärte Pohl.

Voraussichtlich am Dienstag, 19. März, entscheidet der Rat über den Bau der Ampel.

jom

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