Erkrankungszahlen im Landkreis stark angestiegen

Nienburg: Erkältungswelle rollt an

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Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und häufig Fieber: Atemwegserkrankungen breiten sich derzeit aus. 

Landkreis Nienburg - von Leif Rullhusen. Sie sind gewissermaßen die Vorboten zur Grippewelle. Aktuell wird der Landkreis Nienburg verstärkt von ARE-Viren heimgesucht.

Diese akuten Atemwegserkrankungen sind in den vergangenen beiden Woche entlang der Mittelweser wieder deutlich angestiegen.

Gegenwärtig stuft das niedersächsische Landesgesundheitsamt die ARE-Aktivitäten in diesem Landkreis als hoch ein – noch vor zwei Wochen waren sie gering. Allerdings gab es Anfang Oktober bereits einen massiven Anstieg an Atemwegserkrankungen in Nienburg. Vor gut einem Monat waren die ARE-Aktivitäten sogar sehr hoch.

Nachbarkreise weniger stark betroffen

Auffällig bei dieser, wie auch bei der Krankheitswelle Anfang Oktober, ist die geringere Zahl an entsprechenden Krankheitsfällen in den benachbarten Landkreisen. In Verden, Schaumburg sowie der Region Hannover sind sie nach Angaben des des Landesgesundheitsamtes derzeit mittel und im Heidekreis sogar gering. Nur im Landkreis Diepholz sind die ARE-Aktivitäten gegenwärtig sehr hoch. Aufgrund der geringen Anzahl an Rückmeldungen aus dem Landkreis sind die Zahlen aber nur bedingt aussagekräftig.

Bis auf wenige Ausnahmen haben die ARE-Aktivitäten in Niedersachsen in der vergangenen Woche zugenommen – auch in Nienburg.

„Die Kreisgesundheitsämter müssen zur Erhebung die Kindergärten abfragen und uns die Zahlen mitteilen“, erklärt Dr. Dagmar Ziehm vom Landesgesundheitsamt in Hannover. Das sei freiwillig. So gibt es immer wieder weiße, oder schraffierte Flächen auf der wöchentlich aktualisierten ARE-Aktivitätskarte. Diese kennzeichnen Kreise, aus denen keine, beziehungsweise zu wenig Rückmeldungen einlaufen. Noch im vergangenen Jahr war der Landkreis Nienburg ebenfalls ein weißer Fleck. Landkreissprecher Cord Steinbrecher versprach damals: „Im kommenden Winterhalbjahr werden wir auf der Karte wieder vertreten sein.“ Er hielt Wort.

Entwarnung: Noch keine Grippewelle erkennbar

Entwarnung gibt das Landesgesundheitsamt derzeit noch bezüglich der Verbreitung von Grippeviren. Ein Beginn der Grippewelle sei noch nicht erkennbar. Aktuell sind niedersachsenweit nur drei laborbestätigte Grippefälle gemeldet. Wer sich einen Überblick über den Stand der Influenza- und Grippeerkrankungen verschaffen will, kann sich auf der Homepage des Landesgesundheitsamtes unter www.nlga.niedersachsen.de informieren.

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