Ziel: Langfristige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung

Erkundungsbohrung beim Wasserwerk Drakenburg

August Lustfeld (links) und Joachim Oltmann (Zweiter von rechts, mit Mitarbeitern des Bohrunternehmens) lassen sich von Geologin Sonja Nowak Details einer Probe erläutern.

Drakenburg - Auch Wasserwerks-Brunnen haben keine unbegrenzte Lebensdauer. Um die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser dauerhaft sicherzustellen, sucht der Wasserverband An der Führse für das Wasserwerk Drakenburg derzeit nach einem Standort für einen neuen Brunnen.

Eine Erkundungsbohrung zwischen Nienburg und Drakenburg scheint vielversprechend. Bis in mehr als 40 Meter Tiefe wird gebohrt. Aus den verschiedenen Tiefenlagen werden Bohrkerne, so genannte Liner, gezogen und noch vor Ort begutachtet. Geologin Sonja Nowag prüft, welche Kerne auf einen „guten“ Grundwasserleiter schließen lassen. Manche Bohrkerne enthalten Erdschichten, die sich vor mehr als 10 000 Jahren abgelagert haben. Die infrage kommenden Liner werden im Labor noch einmal genau untersucht.

Sind die Fachleute fündig geworden, geht es um das eigentliche Thema: Menge und Qualität des Grundwassers. „Fördertests sollen sicherstellen, dass ein infrage kommender Brunnenstandort dauerhaft genug Wasser liefert“, sagt Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Wasserversorgung beim Wasserverband An der Führse. „Außerdem wird natürlich ein Wasser gesucht, das wenig Nitrat enthält.“

Maßnahme zur Qualitätssicherung

Insbesondere was den zweiten Punkt betrifft, ist der Wasserverband zuversichtlich. August Lustfeld, Geschäftsführer des Kreisverbands für Wasserwirtschaft: „Wir gehen in eine Schicht mit vergleichsweise altem Wasser. Der Nitratgehalt sollte dort gering sein.“

Die Erschließung eines tieferen Grundwasserleiters ist nach den Worten Oltmanns nicht nur ein Beitrag zur Versorgungssicherheit: „Wir verstehen das – ergänzend zum Grundwasserschutz durch die Kooperation mit den Landwirten - als technische Maßnahme zur Qualitätssicherung.“

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