Projekt von GBN und BAWN umgesetzt

Feuertaufe bestanden

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Vor den Augen der Aufsichtsratsmitglieder von GBN und BAWN erfolgte die erste Leerung – mit Erfolg.

NIENBURG - Von Nikias Schmidetzki. Feuertaufe bestanden: Zum ersten Mal wurden die unterirdischen Müllcontainer des BAWN (Betrieb Abfallwirtschaft Nienburg/Weser) für die GBN-Wohngebäude an der Neißestraße gestern geleert.

Erstmalig in der Stadt Nienburg ist ein solches Projekt, dass es bislang meist nur in Großstädten und Ballungszentren gab. Gemeinsam haben BAWN und das Wohnungsunternehmen diese Art der Entsorgung auf die Beine gestellt. Während die GBN die Kosten für die Anlage, die sich auf dem Garagenhof der grundsanierten Häuser befindet, trägt, kommt der BAWN für die Verarbeitung des Inhalts auf. Einen Zuschuss gab es zudem aus dem Topf des Förderprojekts „Soziale Stadt“, in dem sich die Neißestraße befindet.

So manch kleiner Beobachter hätte hinter den Vorhängen wahrscheinlich seine wahre Freude daran gehabt, als der Lastwagen des BAWN zunächst mittels Kran den ersten Container schnappte, um ihn dann in den Aufbau des Wagens zu entleeren. Bloß stand der Laster eben genau zwischen Fensterfront und Müllbehältern.

Über den Köpfen der Zuschauer hing der Container am Haken, wo er den Müll durch zwei Tore am Boden in den Auflieger fallen ließ.

Ansonsten dürfte die Premiere als Erfolg gewertet werden. Der Vorgang war zwar nicht schneller als auf herkömmlichem Weg, dafür sparen die Fahrer Fahrten, da sie zwei Müllsorten auf einmal abtransportieren können. Und dann wird es die Routine sein, die nach und nach hinzu kommt. BAWN-Mitarbeiter Jens Uchtmann jedenfalls steuerte den Kran souverän erst über den Griff des Behälters und schließlich über den Lastwagen, um die am Boden befindlichen Klappen zu öffnen. Wenige Minuten später stand der Container wieder da, wo er hingehört – im Erdreich neben den Garagen. Zu sehen sind von oben nur vergleichsweise kleine Behälter mit Einwurf, in den bekannten Farben der herkömmlichen Tonnen. Statt in diese werfen die Bewohner der Häuser ihren Unrat nun also in die fest installierten Container.

So funktionieren die unterirdischen Müllcontainer

Der Weg des unterirdischen Containers bis zur Entleerung
 © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Der Weg des unterirdischen Containers bis zur Entleerung
 © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Der Weg des unterirdischen Containers bis zur Entleerung
 © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Der Weg des unterirdischen Containers bis zur Entleerung
 © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Der Weg des unterirdischen Containers bis zur Entleerung
 © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Der Weg des unterirdischen Containers bis zur Entleerung
 © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Der Weg des unterirdischen Containers bis zur Entleerung
Schutzklappen verschließen den Schacht, wenn der Container angehoben ist. © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Der Weg des unterirdischen Containers bis zur Entleerung
Die Leerung übernimmt ein BAWN-Angestellter per Fernbedienung. © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag

Rund 58 000 Euro hat die GBN dafür ausgegeben. Im Grunde lagen die Kosten bei 10 000 Euro pro Stück. Hinzu kamen aber noch Arbeiten, da das Grundwasser zu hoch lag. Ohne entsprechende Maßnahmen wäre das Projekt im Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Vor allem habe man damit ein Platzproblem beheben wollen, erklärte GBN-Geschäftsführer Claus Vollmer. „Der BAWN ist da ja sehr kreativ. Alle zwei Jahre gibt es eine neue Tonne“, meinte er.

Aber auch das Stadtbild verschönere eine solche Innovation, betonte BAWN-Chef Frido Dieckmann. Die doch eher unschönen Tonnen stünden künftig nicht mehr auf den Gehwegen und an den Straßenrändern. „Wir tun etwas für die Stadt und etwas für die Eigentümerin des Gebäudes“, lobte er das Projekt schon vor der am Ende reibungslosen Endabnahme.

Langfristiges Ziel soll übrigens sein, diese Form der Entsorgung an weiteren Stellen zu wiederholen. Voraussetzung ist in erster Linie Platz für die Container und den Lastwagen zur Entleerung.

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