45 000 Euro für drei Gemeinden

EU-Mittel für WLAN-Hotspots im Landkreis Nienburg

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Drei Gemeinden im Landkreis Nienburg bekommen EU-Fördermittel für kostenfreie WLAN-Hotspots.

Landkreis - Von Leif Rullhusen. Mit dem Finger auf der Computertastatur hat Jürgen Weber auf den Startschuss gewartet. Pünktlich um 13 Uhr schaltete die EU die Seite für die Anträge auf „WiFi4EU“-Gutscheine frei. 

Fast zeitgleich landete der Finger des Steyerberger Bürgermeisters auf den Tasten. Mit Erfolg!

„Das lief nach dem Windhund-Prinzip“, begründet der Verwaltungschef des Flecken seine Eile. Die 2800 Städte und Gemeinden innerhalb der gesamten EU, die nach dem Startschuss am schnellsten waren, bekommen die WLAN-Hotspot-Förderung. 15000 Euro überweist die Europäische Union an jede Kommune, die sich erfolgreich beworben hat. Im Landkreis Nienburg sind das neben Steyerberg noch Landesbergen und Husum in der Samtgemeinde Mittelweser. Dort saßen gleich fünf Verwaltungsmitarbeiter bereit, um pünktlich mit dem Startschuss die Anträge an die EU abzuschicken.

„Wir rechnen, dass wir zwischen sechs und acht Hotspots mit der Summe einrichten können“, erklärt Steyerbergs Bürgermeister Jürgen Weber. Mögliche Standorte hat die Verwaltung auch schon im Visier. Ganz oben auf der Liste stehen der Amtshof und das Jugendhaus. Auch die Sportstätten und die jeweiligen Schwimmbäder in Steyerberg sowie Deblinghausen sollen Hotspots bekommen. Eine weitere Möglichkeit könnte der ZOB werden. „Die Auswahl ist natürlich daran gebunden, wo Leitungen mit den entsprechenden Kapazitäten liegen“, macht Weber klar. „Sobald wir das Geld haben, werden wir prüfen, welche der anvisierten Punkte anbindbar sind“, berichtet der Fleckenbürgermeister.

„Wir haben uns mit sämtlichen Gemeinden beworben. Bei Husum und Landesbergen hat es geklappt“, berichtet Andreas Voigts, Wrtschaftsförderer der Samtgemeinde Mittelweser. Verwenden will die Samtgemeinde das Geld für die Einrichtung von WLAN-Hotspots entlang des Weserradweges, an touristischen Einrichtungen sowie an öffentlichen Gebäuden. „Diese Maßnahmen wären allerdings auch unabhängig von den EU-Zuschüssen umgesetzt worden“, verdeutlicht Voigts. Die „WiFi4EU“-Fördermittel sind für frei zugängliche und kostenfreie WLAN-Hotspots vorgesehen. Die Gemeinden können die Fördermittel für die Anschaffung und Installation einzelner Hotspots verwenden oder als Zuschuss zu einer größeren Gesamtmaßnahme. Im Gegenzug müssen sie die laufenden Kosten und die Instandhaltung des Materials für mindestens drei Jahre übernehmen.

Die EU stellt zwischen 2018 und 2020 für das „WiFi4EU“-Programm rund 120 Millionen Euro zur Verfügung. In den kommenden Wochen wird die Kommission die europäischen Kommunen dazu aufrufen, sich für die nächste „WiFi4EU“-Ausschreibung zu bewerben

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