Fahrbahnverunreinigung erfordert Großeinsatz der Feuerwehr

Vollbremsung mit Folgen

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Fünf Stunden dauerte der Feuerwehreinsatz am Montagnachmittag in Anemolter.

Anemolter - Weil ein Pkw am frühen Montagnachmittag auf der L 351 in Anemolter vor ihm plötzlich bremste, stieg auch der Fahrer des Lkw direkt dahinter voll in die Bremsen. Mit Folgen!

Die durch den Regen verflüssigte Kalkmischung in der Kippmulde des Sattelaufliegers bestätigte das physikalische Phänomen der Massenträgheit und schwappte über.

Dadurch wurden etwa 18 Quadratmeter der Fahrbahn und ein tiefer liegender Hof mit einer bis einer bis vier Zentimeter dicken Schlammschicht überzogen. „Nach Rücksprache mit der Leitstelle Schaumburg konnten die Einsatzkräfte vor Ort nicht davon ausgehen, dass der Schlamm einfach so von der Straße gespült werden durfte“, berichtet Feuerwehrsprecher Uwe Witte. Um 14.20 Uhr waren die Einsatzkräfte unter dem Stichwort „Technische Hilfeleistung klein, Kalkmilch von der Straße spülen“ alarmiert worden. Aufgrund der basischen Flüssigkeit rückte auch der ABC-Zug der Feuerwehr Nienburg an. Nach Auskunft der Unteren Wassenbehörde des Landkreises Nienburg war aber keine Gewässer- oder Bodenverunreinigung eingetreten. Die L351 musste dennoch über mehrere Stunden gesperrt werden. Neben der Polizei Stolzenau waren auch knapp 50 Kräfte der ortsansässigen Wehren Stolzenau, Schinna und Anemolter, unter der Leitung des ABC-Zuges Nienburg, im Einsatz. Erst gegen 19.10 Uhr wurde die Vollsperrung wieder aufgehoben.

Bei dem Schlamm handelte es sich um ein verwässertes Kalkprodukt. Der Auflieger hatte an der Beladestelle längere Zeit abgeplant gestanden. Als der Fahrer seine Fracht abdeckte war nach seinen Aussagen kein Wasser auf der Ladung zu erkennen. Erst bei dem Bremsvorgang in Anemolter hatte sich so viel Wasser auf der Oberfläche gebildet, dass ein Teil der Ladung mit dem Wasser zusammen überschwappte.

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