Ausschuss berät über Fahrradroute zwischen Holtorf und Innenstadt

Mit dem Fahrrad schneller in die Nienburger Innenstadt

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Der Weserwall in Nienburg ist Teil der Fahrradroute. Er müsste nicht ausgebaut werden.

Nienburg - von Leif Rullhusen. In einigen Großstädten gibt es bereits Radschnellwege. Jetzt denkt auch Nienburg über eine gut ausgebaute Radverbindung von Holtorf in die Innenstadt nach.

Mit dem Fahrrad möglichst wenigen Ampelstopps, wenigen gefährlichen Straßenkreuzungen und -einmündungen auf einer gut ausgebauten Trasse in die Nienburger Innenstadt: Diese Vision könnte der Realität am Donnerstag ein Stück näher rücken.

Route für Fahrradfahrer optimieren

Der Ausschuss für Stadtentwicklung berät am Donnerstag über das „Konzept zur Umsetzung der Fahrradroute 1 vom Nienburger Ortsteil Holtorf in die Innenstadt“. Im Rahmen des vor über drei Jahren beschlossenen Radwegekonzeptes sollte diese gut fünf Kilometer lange Route für Radler optimiert werden. Mit den Planungen beauftragte die Stadt das Ingenieurbüro SHP aus Hannover. Das untersuchte verschiedene Ausbauvarianten. Die Umsetzung als Radschnellweg – eine Art Fahrradautobahn – empfiehlt das Büro nicht. „Für die Umsetzung der Route 1 als Radschnellweg stehen an diversen Stellen nicht die erforderlichen Querschnittsbreiten zur Verfügung“, schreibt SHP in seinem Abschlussbericht. Zudem würde aufgrund eines zu geringen Verkehrsaufkommens an Radfahrern die Förderfähigkeit stark erschwert. Sinnvoller sei der Ausbau als sogenannter „attraktiver Radweg“, der weniger formale Voraussetzungen erfordert. 

Einige Umbaumaßnahmen sind notwendig

Einige Umbaumaßnahmen sind allerdings auch für diese Variante notwendig. Das Ingenieurbüro schlägt unter anderem die Einrichtung von Fahrradstraßen vor. In anderen Bereichen müssten unbefestigte Wege verbreitet und asphaltiert werden, in anderen bereits vorhandene Fahrbahnoberflächen erneuert werden. Die Kostenschätzungen des Ingenieurbüros liegen je nach Routenführung zwischen knapp 1,3 und 1,8 Millionen Euro. Nicht enthalten sind darin Aufwendungen für den notwendigen Grunderwerb in zwei Bereichen sowie die Planungs- und Vermessungsleistungen.

Weg bis zur Realisierung ist noch weit

Selbst im Falle der Zustimmung seitens des Fachausschussses wird bis zur Umsetzung noch reichlich Wasser die Weser hinabfließen. Zunächst würde der Ausbau der Fahrradroute 1 lediglich im Zuge weiterer Planungen – insbesondere der Bauleitplanung – berücksichtigt werden. Es wäre aber immerhin ein erster Schritt.

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