Grüne beantragen Aufstellung von Fahrradboxen / Hans-Peter Rübenack mit alternativer Idee

Fahrradparkhaus statt Archiv und Bibliothek in Nienburgs Innenstadt

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In dem leerstehenden GBN-Gebäude an der Langen Straße wäre viel Platz für Fahrräder und Gepäck.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Ein Fahrradparkhaus mitten in Nienburg: Die Idee ist interessant, die Umsetzung womöglich gar nicht so teuer und aufwendig. 

„Wir haben in der Langen Straße eine leer stehende Immobilie. Die könnten wir morgen als Fahrradgarage nutzen“, schlug CDU-Fraktionschef Hans-Peter Rübenack vor. Das GBN-Gebäude, das irgendwann einmal einem Stadtarchiv mit Bibliothek weichen soll, schwebte ihm als Übergangslösung vor. Die Schlüssel könnten sich die Radtouristen einfach bei der gegenüberliegenden Tourist-Information abholen.

Anlass für den kreativen Vorschlag von Rübenack in der Sitzung des Nienburger Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstagabend war ein Antrag der Grünen zur Anschaffung von Fahrradboxen im Innenstadtbereich. Die Idee ist nicht neu, allerdings dauert der Partei die Umsetzung zu lange. Aufgrund des Antrages beauftragte das politische Gremium die Stadtverwaltung mit nun der Erstellung eines Konzeptes für eine kurzzeitige Unterbringung Fahrrädern und Gepäck von Radtouristen. Das soll in der März-Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt werden.

Im Finanzhaushalt des vergangenen Jahres seien dafür bereits 25 000 Euro vorgesehen gewesen, schreibt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Peter Schmithüsen in dem Antrag der Partei. „Leider hat der langwierige Entscheidungsfindungsprozess im Arbeitskreis Innenstadt bis heute die Beschaffung der dringend notwendigen Fahrradboxen verzögert.“

Dieser Prozess war auch Thema der Diskussion im Stadtentwicklungsausschuss. „Boxen kann man umsetzen. Die Umsetzung des Innenstadtkonzeptes kann dagegen noch dauern“, drückte die Grüne Petra Jäkel aufs Tempo. Sozialdemokrat Rüdiger Altmann gab dagegen zu bedenken, dass die Boxen dann womöglich nicht in das Innenstadtkonzept passen würden. Zudem wäre auch das Umsetzen mit Aufwand verbunden. Vielleicht gebe es eine schnell umsetzbare Alternative, überlegte SPD-Fraktionschefin Anja Altmann – und gab damit die Steilvorlage für den Rübenack-Vorschlag. Ganz so einfach sei das nicht, erklärte der ADFC-Vorsitzende Berthold Vahlsing. Es sei schwierig, mit Schlüsseln zu arbeiten, da Radtouristen vor allem abends und am Wochenende kämen. Dann habe die Tourist-Information geschlossen. Stattdessen elektronische Schlösser zu verwenden sei wesentlich kostspieliger.

Ob die Stadtverwaltung die Idee trotzdem aufgreift, können Interessierte voraussichtlich am 1. März erfahren. Auf diesen Termin ist die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses laut Sitzungskalender bislang angesetzt.

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