Fernab jeglicher Golf-Etikette

„Bredenbeck Open“: Crossgolfturnier der „Acker Hacker“ in Wietzen

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Kaum zu verfehlen: Die beiden riesigen Zielscheiben müssen getroffen werden.

Wietzen - Fernab jeglicher Golf-Etikette haben die „Acker Hacker“ zu einem gepflegten Ball eingeladen. Die 16. Auflage der „Bredenbeck Open“ bewies wieder einmal deutlich, dass zum Golfspielen weder ein englischer Rasen noch eine Luxusausstattung mit etlichen Schlägern nötig ist.

Bis auf Bälle und Schläger hat das Crossgolf-Turnier am Wietzener Ortsrand nicht viel mit dem traditionellen Sport zu tun. Zum sogenannten Putten, dem finalen Einlochen, beförderten die Turnierteilnehmer die Schläger nicht aus einem luxuriösen Transportwagen, sondern aus zumeist selbst konstruierten Karren, an denen gut bestückte Getränkehalter mindestens genauso wichtig sind wie Aufnahmevorrichtungen für die Sportgeräte.

Zu der eher ungewöhnlichen Golf-Variante reisten die Teilnehmer nicht nur aus dem nahen Umkreis, sondern auch aus weiterer Entfernung an. So kamen Teams unter anderem aus Bochum, Düsseldorf und Rügen in den Landkreis Nienburg. Die Organisatoren hatten wieder mit viel Ideenreichtum und Fantasie sechs verschiedene Spielstationen vorbereitet. Die aus fünf Spielern bestehenden Teams mussten neben Zielscheiben auch mal eine Baustelle treffen. Ebenso diente eine Minigolfanlage als sportliche Herausforderung. Zu den weiteren Zielen gehörte der Eingangsbereich eines Salons sowie frei hängende Säcke.

Extra aus Düsseldorf waren Isabell Hartmann und Martin Würth angereist, um mit Dolldorfer Bekannten Marie Föge, Solveig Nitsch und Hendrik Märtens an den „Bredenbeck Open“ teilzunehmen. „Für uns zählt der olympische Gedanke: Dabei sein ist alles“, berichtete Hartmann. „Wir haben gerne die lange Anfahrt in Kauf genommen, um hier dabei zu sein. Wir genießen die ländliche Idylle – für uns ist das hier in Wietzen wie ein Kurzurlaub.“

Auch diese hängenden Säcke sind Zielobjekte bei den „Bredenbeck Open“ – frei schwebend statt Loch im Rasen.

Von der Insel Rügen war der 15-jährige Luca Evers angereist. „Ich wollte mir dieses Spaßturnier nicht entgehen lassen“, erklärte der Jugendliche Golfer. Altersgrenzen gab es übrigens nicht: Lutz Gajus von der Landjugend Wietzen hatte zum Wettkampf seinen dreijährigen Sohn Finn mitgebracht, der den Schläger aus verkürzter Distanz schwingen durfte.

Auch wenn sportliche Höchstleistungen nicht das zentrale Element der „Bredenbeck Open“ sind, gibt es dennoch Sieger: Die Mannschaft von „Voll SUF“ Oyle gewann das Turnier gefolgt von der „Schlägertruppe Bochum“ und dem „Havanna X Golfteam“ aus Wietzen. Bester Einzelspieler wurde Lutz Gajus (Wietzen). Bei dem „Hole in one“ (Einlochen mit einem Schlag) war Marko Erdmann (Blenhorst) zweimal erfolgreich.  

msa

Quelle: kreiszeitung.de

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