Verheerende Waldbrände

Feuerwehrleute aus dem Landkreis Nienburg helfen in Schweden

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Martin Voss, Einsatzleiter der Niedersächsischen Einheit, erläutert den Einsatzkräften vor Abfahrt die aktuelle Lage.

Nienburg - 52 freiwillige Feuerwehrleute aus dem Landkreis Nienburg sind unter der Leitung eines feuerwehrtechnischen Beamten des Landes Niedersachsen nach Schweden aufgebrochen, um dort bei der Waldbrandbekämpfung zu unterstützen.

Das Königreich Schweden hatte am Freitag in einem sogenannten Hilfeleistungsersuchen die Bundesrepublik Deutschland um Hilfe gebeten, um die verheerenden Waldbrände in den Griff zu bekommen, teilt die Kreisfeuerwehr Nienburg mit. Entsprechende Einheiten aus Niedersachsen und Bayern wurden dem Bund angeboten, die jetzt im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens im Katastrophenschutz zum Einsatz kommen sollen. 

„Der Gedanke der europäischen Solidarität ist für uns von besonderer Bedeutung. Und natürlich bieten wir Hilfe an und unterstützen, wo wir nur können“, so Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius.

Landrat Detlev Kohlmeier (Mitte) im Gespräch mit Mitarbeitern des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport.

Aus Niedersachsen haben sich 52 freiwillige Feuerwehrleute aus dem Landkreis Nienburg mit insgesamt neun Fahrzeugen auf den Weg in Richtung Schweden gemacht. Insbesondere Löschfahrzeuge, die größere Mengen Wasser an die Einsatzstellen bringen können, sind vor Ort gefragt. Die Einheit aus dem Landkreis Nienburg ist für eine Woche für den Einsatz in Schweden angefordert worden und konnte schnell und unproblematisch zusammengestellt werden. Entsandt wurden Fahrzeuge aus Hoya, Rodewald, Stolzenau, Bohnhorst und Steyerberg. Begleitet werden diese durch Teileinheiten der Logistik, des Versorgungszuges, des ABC-Zuges sowie einem Rettungswagen des DRK Nienburg.

Derartige Einheiten können auch innerhalb Niedersachsens eingesetzt werden. Sie sind Teileinheiten sogenannter Kreisfeuerwehrbereitschaften. Neben der Einheit aus dem Landkreis Nienburg wurden aus Niedersachsen für den Einsatz in Schweden auch noch Einheiten aus der Landeshauptstadt und der Region Hannover für die Hilfeleistung angeboten, welche jetzt zunächst als Reserve zur Verfügung stehen. 

Die Einsatzdauer soll sieben Tage betragen. Derzeit bekannter Einsatzort liegt in Mittelschweden, der genaue Auftrag wird den Einsatzkräften vor Ort mitgeteilt.

jom

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