Gebäudeanbau brennt am Neujahrsmorgen vollständig ab

Feuerwerk mögliche Ursache für Großbrand in Stolzenau

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Mit allen Mitteln versuchten die Feuerwehrkräfte das Wohnhaus zu retten.

Stolzenau. Möglicherweise hat ein Silvesterfeuerwerk in Stolzenau einen Großbrand ausgelöst. 

Auf den ersten Einsatz im neuen Jahr brauchten die Einsatzkräfte der Stolzenauer Feuerwehr nicht lange warten. Um 3.40 Uhr lief der Alarm bei der Rettungsleitstelle auf.

„Feuer klein, Feuer Gartenhütte“, lautete das Alarmierungsstichwort zunächst. Als die ersten Einsatzkräfte an der Brandstelle eintrafen, brannte aber bereits ein Gebäudeanbau lichterloh. Die Alarmierung wurde auf „Gebäudebrand groß“ erweitert. Neben der Feuerwehr Stolzenau wurden jetzt auch die Feuerwehren Holzhausen, Schinna, Anemolter, Leese, Nendorf-Frestorf, die Drehleiter aus Liebenau und die Einsatzleitung Ort der Samtgemeinde Mittelweser alarmiert.

Der Feuerschein war trotz des Nebels deutlich zu sehen.

Unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Jürgen Meyer begannen die Einsatzkräfte sofort mit der Brandbekämpfung und dem Abriegeln des Hauptgebäudes. Zeitgleich durchsuchten Trupps unter Atemschutz die Wohnräume des Hautgebäudes nach Bewohnern. Die hatten sich jedoch schon eigenständig ins Freie begeben. Eine Personwar kollabiert. Sechs weitere Bewohner wurden zunächst ins Krankenhaus Stolzenau gebracht. Dort wurden sie vom leitenden Notarzt der Einsatzstelle auf eine mögliche Rauchgasaufnahme untersucht. Nach negativem Ergebnis wurden sie in einem Hotel im Ort untergebracht.

Der Anbau stand schon beim Eintreffen der Feuerwehren im Vollbrand.

Durch den massiven Wassereinsatz gelang es den Feuerwehren, das Hauptgebäude zu retten. Zeitweise waren sechs C-Strahlrohre und das Wenderohr der Drehleiter im Einsatz. Aus dem betroffenen Anbau wurden noch Benzin und mehrere Gasflaschen geborgen. Die Energieversorger trennten zudem die Strom- und Gaszufuhr zum Gebäude.

Die Anfahrt für die Feuerwehren, den Rettungsdienst sowie der Polizei wurde durch den Nebel mit Sichtweiten von unter fünf Metern erheblich erschwert. Bei Minustemperaturen hatten die insgesamt 87 Einsatzkräfte bis zu zwei Stunden zu tun. Im Einsatz waren 15 Fahrzeuge.

Von der Drehleiter aus wurde der Dachübergang abgelöscht.

Der Anbau sowie ein abgestellter Pkw wurden komplett zerstört. Am Nachmittag rückte die Feuerwehr Stolzenau noch einmal mit zehn Einsatzkräften für drei Stunden zu Nachlöscharbeiten aus. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass abgefeuertes Silvesterfeuerwerk die Brandursache war“, berichtet Feuerwehrsprecher Uwe Witte.

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