Anzeige: Der „Filmpalast am Hafen“ bietet modernste Licht- und Tontechnik

Kinoerlebnis in Nienburg auf Großstadtniveau

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In den kommenden Wochen wird die Fassade des Kinos vollendet. 

Nienburg - von Leif Rullhusen. Mit der Eröffnung des „Filmpalastes am Hafen“ hat in Nienburg ein neues Kapitel Kinogeschichte begonnen.

Die Kreisstadt hat nun ein Kino auf absolutemGroßstadtniveau. Mehr noch: Mit dem Sofakino bietet das brandneue Kinocenter sogar ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in Norddeutschland. „Es ist ein Kinocenter für Nienburg und die gesamte Mittelweserregion“, erklärt Holger Glandorf. Gemeinsam mit seiner Frau Sandra betreibt er den „Filmpalast am Hafen“.

Die Kinobetreiber Sandra und Holger Glandorf mit ihren beiden Kindern Marie und Jan.

In sieben Kinosälen erwartet die Besucher seit Dezember dank modernster Licht- und Soundtechnik das perfekte Kinoerlebnis. „Die Technik ist so modern, dass die Installation selbst für die Fachleute mitunter eine Premiere war“, berichtete Glandorf kurz nach dem Start. Insbesondere das 201 Besuchern Platz bietende Kino 1 verwöhnt mit einer XXL-Leinwand und top-aktueller „Dolby-Atmos“ Tontechnik. In der Decke, hinter der Leinwand und rundherum an den Wänden befinden sich Lautsprecherboxen, die ausnahmslos einzeln angesteuert werden. Kaum weniger aufwendig ist die Technik in den sechs kleineren Sälen. Sie haben zwischen 70 und 140 Sitzplätze. Im Sofakino verbreitet neben den gemütlichen Sitzmöbeln unter anderem ein besonders flauschiger Teppich ein wohnliches Ambiente für bis zu 70 Besucher.

Der größte Kinosaal bietet 201 Besuchern Platz.

Bequeme Sessel und eine üppige Beinfreiheit bietet selbstverständlich jedes der sieben Kinos. Ebenso, wie Plätze für Rollstuhlfahrer. Diese erreichen die Säle ausnahmslos absolut barrierefrei, ohne einen Fahrstuhl benutzen zu müssen. Die Plätze für Rollstuhlfahrer befinden sich genau auf Straßenniveau.

Vom "Film Eck" zum "Filmpalast am Hafen"

Im Jahr 1937 öffnete sich zum ersten mal der Vorhang des Film-Ecks. Das Foto stammt vermutlich aus den 60er Jahren. © Repro Rullhusen
Vor acht Jahren übernahm Holger Glandorf das Film-Eck. Von nun an hieß es Filmpalast. © Leif Rullhusen
Im Frühjahr 2017 nahmen die Pläne, den Filmpalast an seinem jetzigen Standort zu bauen, Gestalt an. © Leif Rullhusen
Im Frühjahr 2017 nahmen die Pläne, den Filmpalast an seinem jetzigen Standort zu bauen, Gestalt an. © Leif Rullhusen
Die ersten Pläne des "Filmpalastes am Hafen". © 
Die ersten Pläne des "Filmpalastes am Hafen". © 
Der Grundstückstausch wird im Sommer 2018 im Nienburger Rathaus besiegelt. © Leif Rullhusen
Bodenuntersuchungen sollen Rückschlüsse auf die Tragfähigkeit des Baugrundes geben. © Leif Rullhusen
Startschuss zum ersten Spatenstich im Herbst 2018. © Leif Rullhusen
Die ersten Bagger rücken an. © Leif Rullhusen
Pfahlgründung: Nienburgs neues Kinocenter ruht auf 150 Betonstelzen. © Leif Rullhusen
Pfahlgründung: Nienburgs neues Kinocenter ruht auf 150 Betonstelzen. © Leif Rullhusen
Pfahlgründung: Nienburgs neues Kinocenter ruht auf 150 Betonstelzen. © Leif Rullhusen
Die Baustelle im Winter vergangenen Jahres.  © Leif Rullhusen
Richtfest und Grundsteinlegung im vergangenen Sommer. © Leif Rullhusen
Richtfest und Grundsteinlegung im vergangenen Sommer. © Leif Rullhusen
Richtfest und Grundsteinlegung im vergangenen Sommer. © Leif Rullhusen
Richtfest und Grundsteinlegung im vergangenen Sommer. © Leif Rullhusen
Richtfest und Grundsteinlegung im vergangenen Sommer. © Leif Rullhusen
Der Rohbau ist im Juli 2019 weitestgehend fertig. © Leif Rullhusen
Der Rohbau ist im Juli 2019 weitestgehend fertig. © Leif Rullhusen
Der Rohbau ist im Juli 2019 weitestgehend fertig. © Leif Rullhusen
Der Rohbau ist im Juli 2019 weitestgehend fertig. © Leif Rullhusen
Der Rohbau ist im Juli 2019 weitestgehend fertig. © Leif Rullhusen
Der Rohbau ist im Juli 2019 weitestgehend fertig. © Leif Rullhusen
Der Rohbau ist im Juli 2019 weitestgehend fertig. © Leif Rullhusen
Die Innenarbeiten schreiten voran. Blick ins Foyer. © Leif Rullhusen
Die aufwendige Technik wird installiert. © Leif Rullhusen
Nienburgs Kulturschaffende besuchen den "Filmpalast am Hafen" kurz vor seiner Fertigstellung. © Leif Rullhusen
Nienburgs Kulturschaffende besuchen den "Filmpalast am Hafen" kurz vor seiner Fertigstellung. © Leif Rullhusen
Sandra und Holger Glandorf mit Projektkoordinator Walter Meinders am Premierentag.  © Leif Rullhusen
Die ersten Besucher. © Leif Rullhusen
Blick in das großzügige Foyer am Premierentag. © Leif Rullhusen
Das Filmpalast-Team freut sich über die gelungene Premiere © Leif Rullhusen
Der "Filmpalast am Hafen" im Februar 2020. Sobald die Temperaturen es zulassen, wird die Fassade vollendet. © Leif Rul lhusen
Die Kinobetreiber Sandra und Holger Glandorf mit ihren Kindern Marie und Jan. © Leif Rullhusen
Sandra und Holger Glandorf. © Leif Rullhusen
Blick hinter die Kulissen. © Leif Rullhusen
Blick hinter die Kulissen. © Leif Rullhusen
Blick hinter die Kulissen. © Leif Rullhusen
Blick hinter die Kulissen. © Leif Rullhusen
Der Kinosaal 1 bietet genau 201 Besuchern Platz. © Leif Rullhusen
Einer der kleineren Säle. © Leif Rullhusen
Sandra und Holger Glandorf in einem Kinoaufsteller. © Leif Rullhusen

Der „Filmpalast am Hafen“ ist darüber hinaus weit mehr als ein Kino. Im gemütlichen Loungebereich können Gäste neben Snacks sogar Cocktails und Longdrinks genießen. Die Kinosäle lassen sich ideal für Präsentationen nutzen. Bilder, Grafiken und Videos können dazu problemlos auf die Leinwände projiziert werden. Das großzügige Foyer bietet sogar die Möglichkeit für einen passenden Empfang.

Sandra und Holger Glandorf mit Projektkoordinator Walter Meinders im gemütlichen Loungebereich.

Nicht nur die Kinosäle sind mit modernster Technik ausgestattet – sie beginnt vielmehr bei der Reservierung oder dem Kauf von Tickets. Das kann nämlich ganz einfach und bequem über die Kino-App „Filmpalast Nienburg“ erledigt werden. Wer die Kinokarten online bezahlt, kann sein Handy oder einen entsprechenden Ausdruck mit dem QR-Code im „Filmpalast“ einfach vor einen Scanner halten. Außerdem zeigt sie das aktuelle Programm und bietet jede Menge wichtige Informationen zum Thema Film. Einzige Einschränkung: Wer eine Karte online reserviert, muss diese eine halbe Stunde vor dem Filmstart abholen, sonst erlischt die Reservierung.

Alles auf einer Ebene – ohne Stufen und Fahrstühle

Es war ein absoluter Überraschungs-Coup, den Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes vor knapp drei Jahren aus dem Ärmel schüttelte. „Ein Glücksfall“, schwärmtKinobetreiber Holger Glandorf noch immer. Schon länger suchte er nach einem Standort für sein neues Kino, als Onkes das Behördengrundstück zwischen Hafen und Brückenstraße präsentierte – innenstadtnah und in direkter Nachbarschaft des alten Filmpalastes. Der besonderer Clou an dem Areal ist seine Hanglage. Die Topografie des Geländes eignet sich für ein Kino perfekt. Durch das zum Hafen abschüssige Gelände fallen die üblichen Treppen zu den Kinosälen weg. Die Besucher betreten das Foyer ebenerdig, ebenso wie die sieben Kinosäle. Erst dort führen dann Stufen – dem absteigenden Niveau der Sitzreihen entsprechend – hinab in Richtung Leinwand ins untere Geschoss.

Die Zugang zu den Kinosälen ist absolut barrierefrei, auch ohne Fahrstuhl.

Barrierefreiheit ist also sogar ohne Fahrstühle gewährleistet. Diese Konstruktion hat außerdem Auswirkungen auf die Fassade. Von der Brückenstraße aus beträgt die Fronthöhe lediglich 6,5 Meter. Eine elegante, gestreckte Glasfront empfängt die Besucher des neuen „Filmpalastes am Hafen“. Zum Vergleich: Die Traufhöhe des alten Filmpalastes liegt schon bei rund zehn Metern. Auch das benachbarte Behördengebäude ist deutlich höher.

Vom „Film-Eck“ zum „Filmpalast am Hafen“

Nienburgs Kinogeschichte hat vor über einem Jahrhundert begonnen. Als der Kinopionier Willi Gehrke die „Lichtspiele“ an der Langen Straße am 4. Mai 1912 eröffnete, war Deutschland noch ein Kaiserreich und Pferdefuhrwerke bestimmten das Straßenbild in Nienburg. Über die Leinwände flimmerten damals selbstverständlich noch Stummfilme. Mit dem „Film-Eck“ eröffnete Gehrke in Nienburg 25 Jahre später sein zweites Kino. 860 Besuchern bot der riesige Vorführraum Platz. Bis zu seinem Tod betrieb Gehrke das Film-Eck. Danach setzte seine Frau Luise sein Werk fort.

Diese Aufnahme des Film-Ecks stammt vermutlich aus den 50er oder 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Im Jahr 1973 übernahm Heike Spannhake das Kino und betrieb es vier Jahrzehnte lang. Im selben Jahr ging das Licht in den traditionsreichen „Lichtspielen“ für immer aus. Und nur vier Jahr später, am 1. Februar 1977, wurde Nienburgs zweitältestes Kino, die „Schauburg“ am Aue-Wall abgerissen. Das Film-Eck überlebte als einziges Kino in Nienburg. Äußerlich nahezu unverändert, folgte es in den 70er und 80er Jahren dem Trend der sogenannten Schachtelkinos. Aus einem großen Kinosaal wurden drei kleinere.

Der alte "Filmpalast" kurz vor seiner Schließung.

Im Jahr 2012 übernahm Holger Glandorf das Film-Eck von Heike Spannhake und hauchte ihm neues Leben ein. Von nun an hieß es „Filmpalast“. Der neue Kinobetreiber investierte in Interieur und Technik. Zudem erweiterte er den Empfangsbereich durch einen verglasten Anbau. Die baulichen Voraussetzungen und Platzverhältnisse des alten Hauses bremsten den Enthusiasmus von Glandorf allerdings relativ schnell. Ihm wurde klar, dass er den Kinostandort in Nienburg langfristig nur mit einem Neubau erhalten kann. Die langwierige Grundstückssuche endete im Frühjahr 2017 mit einem Glücksgriff. Nur wenige Meter vom alten „Filmpalast“ entfernt fand Holger Glandorf mit intensiver Unterstützung von Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes den perfekten Standort zwischen Brückenstraße und Hafen. Im Dezember schlug er dort ein neues Kapitel in Nienburg auf. Der „Filmpalast am Hafen“ wir die Kinogeschichte der Kreisstadt sicherlich noch lange fortsetzen.

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