Gemeinde Warpe investiert bis 2018 in Wegenetz, Flächentausch und Ökologie

Flurbereinigung im Zeitplan

Im Warper Wald entsteht eine Betonspurbahn nach Schweringen, die für (von links) Ratsmitglied Manfred Reinke, Bürgermeister Hermann Heuermann, Klaus Thiele vom Verband der Teilnehmergemeinschaften Sulingen und Carsten Kötemeier vom Amt für Landentwicklung einen „Kompromiss zwischen Natur und Landwirtschaft“ darstellt und für Radfahrer attraktiv sein soll. ·
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Im Warper Wald entsteht eine Betonspurbahn nach Schweringen, die für (von links) Ratsmitglied Manfred Reinke, Bürgermeister Hermann Heuermann, Klaus Thiele vom Verband der Teilnehmergemeinschaften Sulingen und Carsten Kötemeier vom Amt für Landentwicklung einen „Kompromiss zwischen Natur und Landwirtschaft“ darstellt und für Radfahrer attraktiv sein soll. ·

Warpe - Von Marvin Köhnken. Auf 2125 Hektar Fläche tut sich was: Die Flurbereinigung, die derzeit in der Gemeinde Warpe läuft, liegt voll im Zeitplan. Seit der Bewilligung des Planungsentwurfs am 2. Juli 2009 läuft das Projekt auf Hochtouren. Bis 2018 soll die Flurbereinigung komplett abgeschlossen sein.

„Die Maßnahme besteht aus drei gleichberechtigten Teilen“, sagte Bürgermeister Hermann Heuermann gestern in einem Pressegespräch und meinte die Bereiche ländlicher Straßenbau, Flächentausch und Ökologie.

Konkret geht es um 35 Kilometer Straßen- und Wegstrecke, die in der Gemeinde erneuert und zum Teil auch komplett neu gebaut werden. Insgesamt kostet die Flurbereinigung in Warpe rund 2,8 Millionen Euro, von denen 75 Prozent durch Fördermittel der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Niedersachsen übernommen werden. 20 Kilometer sind bereits fertiggestellt, 1,6 Millionen Euro sozusagen verbaut. Mit jeweils rund 300 000 Euro beteiligen sich die Samtgemeinde, Warpe und alle Grundbesitzer der Gemeinde. Diese Regelung sei für Warpe finanziell ein großes Glück, betont Heuermann.

Ein wichtiger Baustein ist die Landvermessung und ein sich daran anschließendes Flächentauschverfahren. Carsten Kütemeier vom Amt für Landentwicklung in Sulingen hatte dafür alle Grundbesitzer zu Gesprächen eingeladen, um alle Interessen der Betroffenen möglichst unter einen Hut zu bringen, egal, ob Großgrundbesitzer oder nicht.

„Dabei haben wir die Grundlage erarbeitet, um ab Juli realistische Neu-Einteilungen für das Gemeindegebiet zu planen“, sagt Kütemeier. „Im Herbst 2014 wird klar sein, wer welchen Ausgleich für seine abzutretenden Landflächen erhält.“ 2016 möchten die Verantwortlichen einen fertigen Flurbereinigungsplan vorlegen. Anschließend folgen bis 2018 unsichtbare abschließende Vorgänge.

Im dritten Schwerpunkt der Flurbereinigung steht die Ökologie im Mittelpunkt: Per Gesetz sei die Gemeinde verpflichtet, ausgleichende Maßnahmen für den Wegebau vorzunehmen, sagt Hermann Heuermann. Ganz oben auf der Liste stehen dabei drei ab 2016 zu schaffende Mühlenumfluter, die Fischen ein leichteres Durchschwimmen in den bisher sehr stufigen Bereiche der Gewässer ermöglichen sollen.

Auch private Maßnahmen sind im Rahmen der Flurbereinigung möglich. Mit 70 Prozent der Gesamtkosten können sich alle Grundbesitzer bezuschussen lassen, wenn sie bis 2018 eine den Richtlinien entsprechende Baumaßnahme vornehmen möchten. Helmut Krebs ist einer der bereits aktiven Bürger – auf einer ehemaligen Wiese hat der Jäger ein Feuchtbiotop – einen kleinen Teich mit Insel und Fallobstwiese – ausgehoben, um auf seinem Grundstück einen angemessenen Raum für die Natur zu schaffen.

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