70-Jährige missachtet Absperrung / Wasser treibt Fahrzeug ab / Dringende Mahnung der Polizei

Frau mit Schlauchboot aus Fluten gerettet

„Ein Missachten der Beschilderung kann lebensgefährliche Folgen haben“, so die Polizei.

Nienburg - BALGE / DRAKENBURG (hen) · Erneut ein gescheiterter Versuch, das derzeitige Hochwasser im Landkreis Nienburg zu „überlisten“: Nachdem – wie berichtet – ein 22-jähriger Mann aus Uchte in Stolzenau versucht hatte, durch das Wasser zu fahren und sich am Ende auf dem Dach seines abgesoffenen Fahrzeugs wiederfand, kletterte gestern eine Frau ebenfalls auf das Dach ihres Autos, um auf ihre Retter zu warten.

Trotz der Hinweisschilder und Absperrbaken hatte eine Holtoferin laut Mitteilung von Nienburgs Polizei-Pressesprecherin Gabriela Mielke am Vormittag versucht, mit ihrem Renault die wegen Hochwassers gesperrte Verbindungsstraße zwischen Drakenburg und Balge zu befahren. Die Strömung trieb die 70-Jährige ab, das Fahrzeug lief voll Wasser. Kräfte der Feuerwehr retteten sie mit einem Schlauchboot.

Die 70-Jährige wollte zum Arzt nach Hoya. Wie gewohnt nahm die Holtorferin die Strecke über Drakenburg nach Balge. In der Hoffnung, dass es wohl noch klappen könnte, missachtete sie die Hinweisschilder und umfuhr die zwei Absperrbaken. Ihr Auto geriet so tief ins Wasser, dass es in Richtung überfluteter Acker abgetrieben wurde. Die Frau verständigte ihren Mann, der wiederum die Feuerwehr und Polizei alarmierte. Nachdem die Frau an Land gebracht worden war, übernahm sie das Rettungswagen-Team. Das brachte die 70-Jährige, die mit einem ordentlichen Schrecken und nasser Bekleidung davongekommen war, nach Hause.

Der Renault ist noch nicht geborgen, teilte Gabriela Mielke mit.

Kurz zuvor war eine 34-Jährige mit ihrem Golf an gleicher Stelle in die überflutete Kreisstraße 2 eingefahren. Die Hannoveranerin, die auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle nach Hoyerhagen gewesen war, befreiten ihre Arbeitskollegen, die sie zur Hilfe gerufen hatte, aus der misslichen Lage.

Die Verbindungsstraße zwischen Drakenburg und Balge ist bereits seit Donnerstag vergangener Woche wegen Hochwassers gesperrt. Mielke: „Donnerstag und Freitag ignorierten noch etliche Verkehrsteilnehmer die Hinweisschilder und Absperrungen. Dies zeigten die Kontrollen der Polizei Mark lohe.“ Mittlerweile ist die Weser in diesem Bereich erheblich über die Ufer getreten, so Mielke, die abschließend mahnt: „Ein Missachten der Beschilderung kann lebensgefährliche Folgen haben.“

Quelle: kreiszeitung.de

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