Den weiblichen Anteil im Landkreis steigern

Frauen gehören in die Politik

Reicht eine Frau? Elisabeth Kurowski und Heide Wirtz-Naujoks hoffen, Frauen für die Politik gewinnen zu können. 
Foto: Rebecca Göllner-Martin
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Reicht eine Frau? Elisabeth Kurowski und Heide Wirtz-Naujoks hoffen, Frauen für die Politik gewinnen zu können. Foto: Rebecca Göllner-Martin

Samtgemeinde – „Reicht eine Frau?“, lautet die Frage von Elisabeth Kurowski aus Schweringen (CDU) und Heide Wirtz-Naujoks aus Hoya (SPD). Beide sind seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik aktiv und hoffen, weitere weibliche Mitstreiterinnen für diese Arbeit motivieren zu können.

Mehr männliche Mandatsträger

Sie engagieren sich im Rahmen einer Kampagne, die sie gemeinsam mit zehn weiteren Frauen des Nienburger Kreistags sowie der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Petra Bauer, auf den Weg gebracht haben. Ihr Ziel: Zur Kommunalwahl 2021 eine Veränderung herbeiführen. Sie wollen den Frauenanteil in der Kommunalpolitik deutlich erhöhen. Denn derzeit seien von 47 Mandatsträgern des Kreistags gerade einmal zwölf Frauen.

Kurowski und Wirtz-Naujoks wollen Frauen die Scheu nehmen. „Man muss nicht alles können“, sagen sie und ergänzen: „Wir sind alles normale Menschen mit einem normalen Hintergrund.“ Der Einstieg erfolge ohnehin meist auf der kommunalen Ebene in den Ortsräten. „Man wächst in diese Aufgabe hinein“, ist sich Elisabeth Kurowski sicher. Bisher hätten weder sie noch Heide Wirtz-Naujoks erlebt, dass bei einer Nachfrage blöd reagiert worden sei. Ganz im Gegenteil, sowohl die Kollegen in den Gremien als auch die Verwaltung hätten stets ein offenes Ohr bei Sorgen und Nöten gehabt.

Positiv für eigene Entwicklung

„50 Prozent der Bevölkerung sind Frauen, das ist in politischen Gremien ganz anders“, erklärt Wirtz-Naujoks und sieht dringenden Handlungsbedarf. Ihr sei es wichtig, klarzumachen, dass jeder Bürger, jede Frau die Chance habe, Politik mitzugestalten. Gerade im kommunalen Bereich sei es möglich, sich aktiv einzubringen.

Das weibliche Geschlecht habe oft eine andere Herangehens- und Denkweise, meint Elisabeth Kurowski. Es gebe noch immer Ausschüsse, in denen kaum eine Frau ist, beispielsweise im Feuerwehrausschuss. Dabei behandele auch dieses Gremium Themen, die Frauen ebenso wie Männer betreffen. Kurowski und Wirtz-Naujoks sind sich sicher, dass Mandatsträgerinnen einen positiven Einfluss auf die Entscheidungen nehmen könnten. „Außerdem lernt man viel bei der kommunalpolitschen Arbeit und man wird viel gewahr“, meint die Schweringerin. Das Engagement sei demnach auch eine Bereicherung für die persönliche Entwicklung.

In den kommenden Monaten möchten Wirtz-Naujoks und Kurowski Infoveranstaltungen anbieten, es gebe im Januar beispielsweise einen Termin mit den Landfrauen, aber auch der Besuch von Schulelternräten sei denkbar. Denn sie sagen: „Nein, eine Frau reicht nicht.“

Welche Frau Interesse hat, sich politisch zu engagieren, oder einfach nur weitere Informationen erhalten möchte, kann sich mit Elisabeth Kurowski (Telefon 04257/652) und Heide Wirtz-Naujoks (Telefon 04251/4429523) in Verbindung setzen.

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