Frisch geprüfte Familienhebammen beraten im Landkreis

Guter Rat im „Cafe Kinderwagen“

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Rat bieten wollen (v.l.) Heike Stock (Familiengesundheits-Kinderkrankenpflegerin), Franziska Rosenfeld, Sabine Harms, Heike Prüshoff (Landkreis Nienburg) und Petra Schraubek.

Landkreis. Niedersachsen ist das einzige Bundesland mit staatlich anerkannten Familienhebammen. Diese Zusatzqualifikation haben im Landkreis Nienburg jetzt drei Hebammen abgeschlossen, die ihr Gesamtpaket an Wissen im „Cafè Kinderwagen“ zur Verfügung stellen.

Sie stehen Eltern, Alleinerziehenden und Familien in der Schwangerschaft, während der Geburt und bis zum 3. Lebensjahr des Kindes mit Rat und Tat zur Seite. Dieses Angebot des Landkreises Nienburg ist kostenfrei und kann immer dienstags von 9 bis 11.30 Uhr und freitags von 9.30 bis 11.30 Uhr im Mütterzentrum Nienburg sowie dienstags von 10 bis 12 Uhr in Uchte spontan besucht werden. Auch anonyme Einzelberatungen und Hausbesuche sind möglich.

Über einen Zeitraum von fast zwei Jahren hat sich die berufsbegleitende Zusatzqualifikation zur Familienhebamme bei der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ in Hannover erstreckt. Während dieser Zeit haben die bereits staatlich anerkannten Hebammen einen anspruchsvollen Lehrplan mit hohen Standards im Bereich der Stärkung der Elternkompetenz, Bindung, Kommunikation und Psychosoziale Aspekt absolviert. Parallel dazu haben sie außerdem begonnen, ihr Beratungsangebot im „Cafe Kinderwagen“ zu etablieren. Dort treffen sich inzwischen ein fester Kern an Müttern und auch Vätern und Interessierte, die immer wieder neu hinzukommen. „Die Betreuungszeit von 'normalen' Hebammen reicht nur bis zu acht Wochen nach der Geburt. Zu uns aber können Eltern weit über diesen Zeitraum hinaus kommen und sich über Schwangerschaft und Geburt, Stillen, Ernährung und die Entwicklung des Kindes informieren“, erläutert Familienhebamme Petra Schraubek das Konzept.

Einige Eltern kommen ins Cafe, um sich in zwangloser Atmosphäre bei einem Kaffee auszutauschen und damit eine Abwechslung vom Alltag zu erleben. Andere kommen mit konkreten Fragen oder Problemen. „Alle Eltern fühlen sich irgendwann einmal überfordert. Ihnen können wir entweder mit unserem Fachwissen weiterhelfen, im Mütterzentrum Nienburg sind wir auch mit einer Familiengesundheits-Kinderkrankenpflegerin vor Ort, oder aber wir empfehlen weiterführende Unterstützungsangebote. Es gibt eine große Auswahl von Angeboten, die Eltern zustehen und von denen viele gar nichts wissen“, erklärt Schraubek. Eine persönliche Beratung kann vor oder nach den wöchentlichen Terminen erfolgen oder aber bei einem Hausbesuch beziehungsweise an einem anderen Ort der Wahl.

Wer einen Beratungstermin vereinbaren möchte, kann dies, auf Wunsch auch gern anonym, bei Heike Prüshoff vom Netzwerk Frühe Hilfen beim Landkreis Nienburg/Weser unter Tel. 05021/967761 tun. Das Projekt „Cafe Kinderwagen“ läuft im Rahmen der Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ und gibt es im Nienburger Mütterzentrum, Friedrich Ludwig Jahn Straße 20, und im Mütterzentrum Uchte, Mühlenstraße 9. Eine Anmeldung für die wöchentlichen Treffen ist nicht nötig.

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