Frost und Schnee könnten aber zu Verzögerung führen

Zugunglück: Bahnstrecke am Donnerstag wieder frei

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Bergung des Unfall-Lkws.

Landesbergen.  Nach dem tödlichen Zugunglück zwischen Landesbergen und Hahnenberg wird die Bahnstrecke Donnerstag früh wieder freigegeben.

„Wenn das Wetter mitspielt“, schränkt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis gegenüber dem Blickpunkt am Dienstag ein. „Schnee und Frost könnten uns noch einen Strich durch die Rechnung machen.“

Derzeit repariert die Bahn den Streckenabschnitt. „Durch den Unfall hatte sich das gesamte Gleis um etwa 20 Zentimeter zur Seite verschoben“, berichtet Meyer-Lovis. Der Schotter im Gleisbett muss verdichtet, Schwellen und Schienen neu gesetzt werden. Arbeiten, die bei Frost nicht möglich sind.

Bei dem Unfall am vergangenen Freitag war der Regionalzug RE 10875 an dem unbeschrankten Bahnübergang in einen BAWN-Müllwagen gekracht. Der 32 Jahre alte Fahrer des Müllfahrzeugs wurde dabei getötet. Der Zugführer und sieben der rund 50 Fahrgäste in der Bahn verletzten sich leicht. Während der hintere Zugteil nach Münster gebracht wurde, steht der aus den Schienen gesprungene Triebwagen des Zuges steht noch an der Unfallstelle auf einem Acker neben dem Gleis. Dort wird er vorerst bleiben. „Was mit ihm passiert, muss unter anderem mit der Versicherung des Verursachers geklärt werden“, sagt der Bahnsprecher. Die Bahn deckt ihn an Ort und Stelle jetzt zunächst mit einer Plane ab. Für die Polizei ist der Fall bis auf Kleinigkeiten abgeschlossen. „Wir gehen bislang davon aus, dass es kein Fremdverschulden gibt“, erklärt Polizeipressesprecher Axel Bergmann. Die tiefstehende Sonne als Unfallursache sei zwar naheliegend, bleibe aber letztendlich reine Spekulation. Der Fahrer des Müllwagens habe mit Sicherheit etwas falsch gemacht. Das lasse sich aber nicht mehr genau klären.

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