„Spezialisierte Kontrollgruppe Krad“ in Schierholz im Einsatz 

„Führerschein und Fahrzeugpapiere, bitte!“

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Motorräder standen jetzt im Fokus einer Polizeikontrolle durch fachkundige Beamte in Schierholz. 

Heesen - „Steht ein Mann auf der Straße und winkt …“ – so könnte eigentlich ein Witz anfangen, aber wenn der Mann auf der Straße eine gelbe Weste mit der Aufschrift „Polizei“ trägt, ist es definitiv kein Witz, sondern hat einen ernsten Hintergrund. „Auf der Landesstraße 331 kommt es leider immer wieder zu zum Teil schweren Unfällen mit Motorrädern, auch mit tödlichem Ausgang“, sagt Polizeihauptkommissar Rolf Schumacher. Er und sein Team aus insgesamt 17 Beamten bilden die „Spezialisierte Kontrollgruppe Krad“ (SKG-Krad), die am vergangenen Wochenende in Schierholz knapp 60 Motorräder kontrollierten.

Im Fokus standen dabei technische Manipulationen an den Zweirädern, beispielsweise zur Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit. „Das kann sich natürlich unfallbegünstigend auswirken“, sagt Schumacher. „Veränderungen an der Abgasanlage findet vielleicht der Fahrer einer Maschine toll, aber sein Umfeld nimmt es schnell als Lärmbelästigung wahr.“

Und so steht ein Polizist auf der Straße und winkt Motorräder aus dem fließenden Verkehr. „Die meisten haben Verständnis für unsere Arbeit. Immerhin geht es uns um die Sicherheit. Und die betrifft zuallererst immer den Fahrer“, sagt einer der Polizisten.

Bei den Kontrollen treten die Polizeibeamten freundlich aber auch bestimmt auf. „Wir fahren ja selbst Motorrad“, verrät Rolf Schumacher. „Und so bieten wir Gespräche auf Augenhöhe an.“ Der Ton kommt an. Schnell ergeben sich kurze fachkundige „Benzingespräche“ an den Maschinen.

Scheinbar nebenbei überprüfen die Beamten die Motorräder mit geschultem Auge. Oft reicht ihnen ein Blick, um beispielsweise zu sehen, dass der montierte Lenker kein Originalteil ist. Oder das geschulte Ohr hört schon auf die Distanz, dass die Abgasanlage lauter klingt, als sie dürfte.

Am Ende zog die Polizei eine Bilanz und unter anderem folgendes Fazit: Acht technische Verstöße, sieben Emissionsverstöße, sieben Mal stellte sie das Fahren trotz Erlöschen der Betriebserlaubnis fest, und in drei Fällen untersagte sie die Weiterfahrt. 

 as

Quelle: kreiszeitung.de

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