Fünf tote Schafe im großen Uchter Moor gefunden

Grausamer Fund gibt Rätsel auf

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Kein schöner Anblick: Eines der fünf toten Schafe.

Warmsen. Ein mysteriöser Vorfall um mehrere Schafkadaver beschäftigt die Behörden im Landkreis Nienburg und benachbarten Diepholz: Ende Februar stießen Hunde von Spaziergängern am Rande von Warmsen auf einen Schafschädel.

Ein mysteriöser Vorfall um mehrere Schafkadaver beschäftigt die Behörden im Landkreis Nienburg und benachbarten Diepholz: Ende Februar stießen Hunde von Spaziergängern am Rande von Warmsen auf einen Schafschädel. Nachdem die Hunde intensiv am Rande eines tiefen Grabens an dem gut frequentierten Spazierweg schnüffelten und sich nicht abrufen ließen, untersuchten die Besitzer den Platz genauer und machten eine grausige Entdeckung. Mehrere tote Schafe, übel zugerichtet, lagen dort. Die Hundebesitzer zählten schließlich fünf verendete Tiere in verschiedenen Verwesungsstadien. Die Ohren waren abgeschnitten, einem Tier waren anscheinend die Augen ausgestochen worden.

Die Finder meldeten den grausamen Fund im großen Uchter Moor der Polizei, dem Veterinäramt, der Tierseuchenkasse und dem Ordnungsamt.

Aufgrund einer am Fundort ebenfalls entdeckten Ohrmarke konnten die Behörden den Herkunftsbetrieb der Tiere im Landkreis Diepholz ausfindig machen. Der existiert allerdings seit einiger Zeit nicht mehr. Das zuständige Kreisveterinäramt in Diepholz ermittelt nun, wo die Schafe nach der Stilllegung des Herkunftsbetriebes geblieben sind. „Wir recherchieren gegenwärtig, ob der damalige Tierhalter die Schafe behalten oder verkauft hat“, berichtet der stellvertretende Veterinäramtsleiter Thorsten Abeling. Da es keine Tierpässe wie bei Rindern oder Pferden gibt, ist die Suche allerdings sehr aufwendig und blieb bislang erfolglos. „Schafe müssen bei einem Verkauf nicht umgemeldet werden“, erklärt Abeling. Grundsätzlich sollten die Besitzer von Schafen ein Bestandsregister führen. Das sei aber gerade bei Hobbyzüchtern meistens nicht der Fall.

Über die Todesursache der Schafe könne man nur spekulieren, erklärt Dr. Kay Schimansky, Leiter des Nienburger Kreisveterinäramtes. Für eine Aufklärung seien die Kadaver zum Zeitpunkt des Fundes bereits zu start verwest gewesen. Der Landkreis Nienburg ist nicht zuletzt an einer Aufklärung interessiert, weil die Bergungskosten erhebliche Kosten verursacht haben. Der damit beauftragte Bauhof aus Warmsen rückte dazu mit einem Bagger an. Um an den Graben heranzukommen, mussten zunächst einige der jungen Bäume entfernt werden, dann hob der Baggerführer in Maßarbeit ein Schaf nach dem anderen aus dem nassen Grab. Insgesamt wurden fünf Tiere geborgen und in die Tierkörper-Beseitigung nach Steyerberg gebracht.

reh/ru

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