Mitglieder stärker einbinden und Regionalität wahren

Fusion der Volksbanken Nienburg und Steyerberg vollzogen: Große Zukunftspläne

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Der Vorstand der Volksbank freut sich über die gelungene Fusion: Markus Strahler, Wolfgang Tonne (hinten, von links), Holger Hinrichs und Joachim Meyer (vorne, von links).

Nienburg - Von Max Brinkmann. „Wir sind froh, dass alles so reibungslos geklappt hat“, sagte Vorstandsmitglied Joachim Meyer. Gemeint war die Fusion der beiden Volksbanken in Nienburg und Steyerberg. Anfang Juni wurde die auf den Vertreterversammlungen beschlossen. Vor einigen Tagen folgte dann die Eintragung in das Genossenschaftsregister und somit war die Fusion auch rechtlich abgeschlossen. Grund genug mal die neuen Veränderungen und Ziele der Bank zu beleuchten.

Nachdem die Internetseiten der beiden Häuser unter www.vbnienburg.de bereits zusammengeführt wurden, ist der nächste große Tag für die neu fusionierte Volksbank der 21. Oktober. An dem Freitag soll die Zusammenlegung der beiden IT-Systeme erfolgen. Hierfür laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Auf der Internetseite der Bank werden Kunden und Mitglieder regelmäßig in einer Fragen-Antwort-Liste über die aktuellen und weiteren Schritte informiert. 

Das Ziel der neuen Bank ist, das Leistungsangebot für die Kunden und Mitglieder um- und auszubauen, sowie neue Leistungen zu entwickeln und bereit bereitzustellen. Dabei ermöglicht die neue Größenordnung eine bessere Ausnutzung wirtschaftlicher Synergien durch Bündelung von Ressourcen und Kapazitäten.

Online-Banking

Die Bank möchte ihren Service über die Wege bieten, die der moderne Kunde einfordert – persönlich und digital. Letzteres wird weiter auszubauen sein, ohne das Erstere zu vernachlässigen, bekräftigen die Vorstände. Der Grundstein dafür ist mit der im Oktober 2016 eingeführten digitalen Service-Filiale „VB 21.0“ gelegt worden.

Rund um die Uhr können die Kunden hier ihre Bankgeschäfte erledigen. Zusätzlich wird eine Kommunikation über Chat, WhatsApp oder Email angeboten. Eine persönliche Erreichbarkeit der entsprechend ausgebildeten Mitarbeiter ist von Montags bis Freitag in der Zeit von 8 bis 19.30 Uhr gewährleistet. 

Neue Beiräte

Mit der zunehmenden Größe soll auch mehr Regionalität in die Regionen zurückgegeben werden. „Nähe ist und bleibt uns wichtig. Wir wollen uns mit zunehmender Größe nicht weiter entfernen“, sind sich die Vorstände der neuen Bank einig. Dazu gehört, dass die Bank ihre Mitglieder stärker in die Gestaltung der wesentlichen kundenrelevanten Leistungen der Bank einbinden wird. Hierzu werden insgesamt vier Regionalbeiräte – für die Regionen Nienburg, Steyerberg, Stolzenau/Uchte und Wunstorf – sowie vier Kundenbeiräte, für die Themenfelder „Gewerbe und Mittelstand“, „Landwirtschaft“, „Junge Generation“ und „Innovation und Zukunft“, zur beratenden Mitwirkung einrichtet.

Jeder Beirat soll aus rund zwölf Mitgliedern bestehen. Sie treffen sich mindestens zweimal im Jahr mit Vertretern der Bank, um ihnen Feedback und Anregungen zu geben. „So entsteht ein ständiger Austausch und wir können uns besser nach den Wünschen der Kunden richten“, erklären die Vorstandsmitglieder die Vorteile der Beiräte.

Wahlordnung geändert

Eine weitere Neuerung ist die Abänderung der Wahlordnung zur Vertreterversammlung. Zukünftig werden die Mitglieder der neuen Vertreterversammlung in einer „Bezirkswahl“, für vier Jahre gewählt, gewählt. Sie werden im Rahmen mehrerer großer Veranstaltungen stattfinden. Die nächsten Wahlen sind voraussichtlich im Frühjahr 2018. „Dieses neue System kommt auch bei der bisherigen Vertreterversammlung gut an“, freut sich Joachim Meyer.

Die Zeit der Veränderungen ist bei der Volksbank allerdings noch nicht vorbei: Ende 2019 soll auf ein neues Betriebssystem umgestellt werden und außerdem gehen in nächster Zeit viele Mitarbeiter in den Ruhestand. Somit müssen junge Leute ausgebildet werden, die auch den neuen Herausforderungen in Zeiten der Digitalisierung gewachsen sind.

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