Filmpremiere in Leeseringen

Fußball: RWE präsentiert Film über Kreisliga-Saison

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Die Fußballer des RW-Estorf-Leeseringen begrüßten die Gäste zur Filmpremiere mit rotem Teppich und den passenden Trikots.

Estorf/Leeseringen - Von Janina Stosch. - So ist das also in der Kreisliga – Der Film „In unitate firmitas“ von den Fußball-Trainern Lukas Swiatkowski und Tim Müller vom RW-Estorf-Leeseringen (RWE) über ihre Kreisliga-Saison sorgte für gute Stimmung im Leeseringer Dorfgemeinschaftshaus.

Über einen roten Teppich, fast wie in Hollywood, wurden die rund 100 Zuschauer bei der ausverkauften Premiere in den Vorführungsraum gelotst. Der Dresscode „Alle in rot“ wurde von nahezu allen Gästen beherzigt. Von alten Retro-RWE Trikots bis hin zum komplett rot-weißen Outfit mit passendem Lippenstift war alles dabei.

Bereits eine Stunde vor Filmbeginn versammelten sich die Gäste vorm und im Dorfgemeinschaftshaus und nutzten die Zeit, um bei Popcorn und Getränken über die aktuelle Bezirksliga-Saison zu fachsimpeln. Auch wenn der RWE derzeitig von akuten Abstiegssorgen geplagt ist, lag der Fokus an diesem Abend auf der vergangenen Kreisliga-Saison 2016/17. Denn um diese Saison drehte sich der selbst produzierte Film der Estorfer.

Der Film zog zahlreiche Zuschauer ins Leeseringer Dorfgemeinschaftshaus

Neben den spektakulärsten Fouls, Toren und Gegentoren gab es allerhand lustige Szenen aus der Kabine, von Mannschaftsabenden und der Mallorca-Fahrt zu sehen. Interviews mit Fans, Vorstandsmitgliedern, Helfern und Spielern machten den Film zu einem kurzweiligen Vergnügen für die Zuschauer. Swiatkowski und Müller zeigten mit ihrem Film, dass in der Kreisliga nicht nur das Fußballspielen und der Erfolg im Mittelpunkt stehen, sondern besonders das „Drumherum“ zelebriert wird.

Auch Gründungsmitglied Rudolf Niemann kommt im Interview zu Wort.

Der Film gibt einen Einblick in das, was Zuschauern und Außenstehenden sonst verborgen bleibt. Besonders die emotionsgeladenen Ansprachen in der Kabine vor einem Spiel, sorgten bei dem ein oder anderen Zuschauer für Gänsehaut-Momente. Eine eigene Sequenz widmeten die Filmemacher auch Physiotherapeut Marc Pielhop, der den Estorfern auch abseits des Platzes bei Blessuren zur Seite steht und sich sogar nach Feierabend noch um verkrampfte Waden und verhärtete Oberschenkelmuskeln kümmert.

„Malle ist nur ein Mal im Jahr“ – Trotz anstehendem Relegationsspiel ließen es die RWE-Kicker ordentlich krachen.

Die starke Fan-Gemeinde der Estorfer ist im Kreis durchaus bekannt und auch die Spieler wissen diesen Rückhalt zu schätzen. „So eine Wand im Rücken beflügelt einen schon mal zu Höchstleistungen“, sagt Ex-RWE-Torwart Paul Bonas.

„Auswärtigen wird es hier in Estorf ziemlich leicht gemacht“, erklärte der Neuzugang zur damaligen Kreisliga-Saison, Alexander „Akki“ Meyer, in seinem Interview. „Teamgeist und Miteinander werden hier beim RWE groß geschrieben.“

Die 1. Vorsitzende Claudia Niemann-Pielhop, die ebenfalls im Interview zu Wort kommt, machte deutlich, welche logistische Herausforderung ein Relegationsturnier mit über 1000 Zuschauern für einen kleinen dörflichen Verein wie den RWE mit sich brachte und lobte die gute Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Schützenverein. „Das war schon bemerkenswert, wie da alle an einem Strang gezogen haben“, sagte Niemann-Pielhop.

Eine Hommage an die Fans 

Auch Spieler und Trainer von anderen Vereinen ließen sich das Vergnügen nicht nehmen. Spieler des SV Husum und SCB Langendamm waren neugierig, was ihre Estorfer Fußballkollegen auf die Beine gestellt haben. „Ein wirklich gelungener Film“, sagte Maximilian Hahn anerkennend, der mit seinem Verein SV Husum ebenfalls eine Rolle im Film spielt. „Die Derbys mit Husum waren schon fast legendär“, sagte RWE-Spieler Jonas Rinne, „mit einigen der Husumer sind wir schon seit der Kindheit befreundet, da herrscht dann auf dem Platz natürlich eine besondere Stimmung.“

Die Ansprache vorm Relegationsspiel in der Drakenburger Kabine sorgte für einen Gänshaut-Moment.

Der Film sei auch eine Hommage an die zahlreichen Helfer und Fans, erklärten Swiatkowski und Müller. „Dieser Film ist das schönste, was die Jungs uns zurückgeben konnten“, sagte Olaf Niemann, einer der ehrenamtlichen Helfer. Auch Iris Fischer, die bei den Heimspielen die Zuschauer mit Pommes versorgt, war begeistert und sprach den beiden Filmemachern ihre Anerkennung aus: „An viele schöne Momente konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, jetzt sind sie wieder präsent.“

Müller und Swiatkowski freuten sich über die Reaktionen der Zuschauer: „Genau das wollten wir mit dem Film erreichen, Emotionen wecken und Erinnerungen schaffen, über die man spricht.“ „Einige der Zuschauer wollen sich den Film sogar ein zweites Mal anschauen“, sagt Swiatkowski freudig. „Ich selbst habe den Film jetzt schon mehrmals gesehen und es gibt Szenen, bei denen bekomme ich immer noch Gänsehaut.“

„Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung – dann über eine Bezirksliga-Saison, in der die Estorfer souverän noch den Klassenerhalt erkämpft haben“, war das Plädoyer des Fans Ulrich Stosch.

Auch Swiatkoski hofft, seiner aktuellen Bezirksliga-Mannschaft mit dem Film nochmal einen Motivationsschub zu geben: „Vielleicht gibt uns das Kraft für die nächsten sechs Spiele, die jetzt vor uns liegen. Alles was zählt ist der Klassenerhalt, dort liegt der Fokus. Wir Estorfer sind immer für ein kleines Wunder gut, ich hoffe das gelingt uns auch hier.“

Wer ebenfalls einen Blick hinter die Kulissen der Estorfer-Kreisliga-Saison werfen möchte, hat noch die Gelegenheit, den Film am 26. April um 21 Uhr und 27. April um 20.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Leeseringen zu sehen. Karten gibt es an der Abendkasse.

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