Der Garten von Heike Schröder besticht floral und durch außergewöhnliche Accessoires

Paul, Bobby James und tropfende Glasperlen

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Heike und Paul: Die Hobbygärtnerin vor ihrer Lieblingspflanze.

Stolzenau - von Leif Rullhusen.  Paul ist der absolute Liebling von Heike Schröder. Er ist der ungekrönte König im Garten der Stolzenauerin. Sie kann einfach nur dasitzen und ihn anschauen. Ihm zuschauen, wie er sich durch den alten Birnenbaum windet mit seiner weißen Blütenpracht. Paul heißt mit vollem Namen eigentlich Paul’s Himalayan Musk Rambler und ist eine Kletterrose.

Die verschiedensten Rosen blühen im Garten von Heike Schröder um die Wette.

Dabei hat Paul in dem floralen Wirkungskreis von Heike Schröder durchaus ernstzunehmende Konkurrenz. Denn mit Bobby James im Trompetenbaum, Eden und David Austin wetteifern weitere Rambler- und Strauchrosen gemeinsam mit Clematis, Buchs und ehrwürdigen Bäumen um die Gunst von Heike Schröder. Ein Ahorn – Tochter Anja brachte ihn vor 25 Jahren als Setzling aus dem Kindergarten mit – setzt seinen Fortbestand derzeit allerdings aufs Spiel. Er breite seine Wurzeln nämlich in den Ablauf des Gartenbrunnens aus und verstopfte diesen komplett. Nun steht der Ahorn praktisch auf Bewährung im Garten. „Beim nächsten Mal ist er dran“, droht die Hobbygärtnerin.

Tolle Idee: Gießkanne mit tropfenden Glasperlen.

Das wäre dann ausnahmsweise eine Arbeit für ihren Ehemann Rolf. Der darf sonst höchstens den Rasen mähen. „Er hat mir früher mal bei der Gartenarbeit geholfen und immer die verkehrten Sachen herausgerissen“, begründet seine Frau diese Beschränkung.

Die Clematis setzen Farbakzente.

Die floralen Arrangements machen übrigens nur einen Teil des Gartens aus. Mit viel Geschmack und Sinn für Details schmücken teils außergewöhnliche Accessoires die Beete. Ein besonderes Schmuckstück ist eine alte Kartoffelwaschanlage. Das verrostete antike Gerät sieht auf den ersten Blick wie ein zu groß geratener Grill aus. „Die habe ich zufällig bei Ebay-Kleinanzeigen entdeckt“, berichtet Heike Schröder.

Der große, zum Brunnen umfuntionierte Mühlstein, ist ebenfalls ein Zufallsfund. Rolf Schröder – er arbeitet als Architekt – entdeckte ihn beim Abriss einer alten Mühle. Einen alten Schlitten hat Heike Schröder zum Regal für Topfpflanzen umgestaltet, ehemalige Werkstattkisten zu Setzling-Aufzuchtstationen und Glasperlen von einem Kronleuchter abgebaut, „tropfen“ nun aus einer ausrangierten Zinkgießkanne.

Maritimes vor dem Mühlsteinbrunnen.

Genießen lassen sich Pflanzen und Deko-Details aus den verschiedensten Ecken und Blickwinkeln. Mehrere Sitzecken laden zum Verweilen ein. Überhaupt erschließt sich der Garten dem Besucher erst nach und nach. Es gibt eigentlich keinen Platz von dem aus sich das gesamte Grundstück rund um das Einfamilienhaus der Familie Schröder überblicken lässt. Das alles ist zum einen geplant und zum anderen über Jahre gewachsen. Auch in der Größe. Denn vor zwölf Jahren erwarben die Schröders einen schmalen aber langen, direkt an ihren Garten angrenzenden Streifen hinzu. „Der Garten befindet sich in einem dauernden Wechsel“, erklärt Heike Schröder. Wo im vergangenen Jahr noch Beete waren,wächst in diesem Jahr Rasen und umgekehrt. „Oft stehe ich einfach längere Zeit im Garten und schaue. Dann entwickelt sich in meinem Kopf ein Bild, das ich umsetze“, berichtet Heike Schröder. Einen richtigen Plan macht sie sich allerdings nicht. Im Moment schwebt ihr das Bild eines Beetes mit Pfingtsrosen als nächstes Projekt im Kopf herum. Zudem will sie vermehrt Stauden pflanzen.

Ursprünglich war das Areal, als die Schröders es 1990 kauften eine Wiese, auf der ein einzelner Ahorn stand – und noch immer steht. Danach war der Gartenzunächst vor allem Spielplatz für die beiden mittlerweile erwachsenen Kinder Anja und Sven mit Sandkiste und Klettergerüst. Der Rasen musste damals auch als Fußballfeld herhalten.

Wer sich das aktuelle Gartenparadies von Heike Schröder anschauen möchte, hat dazu übrigens am kommenden Samstag, 25. Juni, Gelegenheit. Dann lädt die Stolzenauerin im Rahmen der Reihe „In Goorn kieken“ von 12 bis 18 Uhr  zu einem Besuch in der Wiesenstraße 10 in Stolzenau  ein.

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