Auftakt in Wechold, Abschluss in Bücken

Elf Gästeführer bestehen ihre Prüfung

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Die Teilnehmergruppe der Gästeführer-Prüfungen versammelte sich zu Programmbeginn auf dem Kirchhof.

Wechold/Bücken - Von Horst Friedrichs. Ein eisiger Wind strich um die Wecholder Kirche: Bei gefühlten 15 Grad minus ließen sich Petra Pickardt und ihre Zuhörerschar auf dem winterlichen Kirchhof dennoch nicht von ihrer Aufgabe ablenken. Während Petra Pickardt Interessantes über „Wechelns“ Gotteshaus erzählte, absolvierte sie zugleich ihre Prüfung als qualifizierte Gästeführerin der Samtgemeinde Grafschaft Hoya.

Ihr Publikum war vom Fach, bestand aus drei sachlich versierten Juroren und zehn weiteren Aspiranten, die ebenfalls noch unter Beweis stellen wollten, dass sie alles beherrschen, was sie in einem zweimonatigen Kurs über die Gästeführung gelernt haben.

Zwei Tage dauerten die Abschlussprüfungen, vom Auftakt in Wechold bis zu einem gemeinsamen Abendessen im Gasthaus Thöle in Bücken. Dort herrschte große Freude: Alle elf Kursteilnehmer hatten die Prüfung bestanden und erhielten ihre Zertifikate. „Es ist alles hervorragend gelaufen“, freute sich Kursleiterin Kirsten Schindler aus Hoya.

Petra Pickardt war die erste Gästeführerin in spe, die den Reigen der jeweils 20-minütigen Probeführungen eröffnete. In ihrem Vortrag rund um die Wecholder Kirche wartete sie mit geschichtlichen Details über den Bau des Gotteshauses auf – etwa über den Transport der mächtigen Quadersteine per Lastkahn aus dem Weserbergland bis ins Hoyaer Land.

Petra Pickardt informierte als künftige Gästeführerin über die Kirche in Wechold. - Foto: Horst Friedrichs

Aber auch über die unmittelbare Umgebung der Kirche gab es Bedeutsames zu erfahren. Beispielsweise über die unterschiedlichen Wunschvorstellungen der Wecholder Pastoren, was Auswahl und Platzierung ihrer Grabstellen betraf. Vor allem berichtete Petra Pickardt aber auch über Carl Johann Philipp Spitta, den berühmten Theologen und Dichter geistlicher Lieder, der von 1836 bis 1847 die Pfarrstelle in Wechold innehatte. Danach war er Superintendent in Wittingen und später in Peine. 1855 erhielt er von der theologischen Fakultät Göttingen die Ehrendoktorwürde. 1859 starb er in Burgdorf, kurz nachdem er dort eine weitere Stelle als Superintendent übernommen hatte.

Benita Schütte aus Barnstorf von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) und Kursleiterin Kirsten Schindler begrüßten die Teilnehmer der Abschlusstage zum Auftakt in Wechold. Mit Klemmbrett und Bewertungsbogen ausgestattet, machten sich dann die Prüfer an die Arbeit: Neben Kirsten Schindler übernahmen als Gästeführer Elke Heuermann und Heinrich Hambrock diese Aufgabe. Mit einem Bus der Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya (VGH) ging es anschließend weiter nach Martfeld, wo Ute Rutkowski-Paape die dortige Fehsenfeldsche Mühle vorstellte. In der Mühle gab es eine gemütliche Kaffeepause. Darauf folgte die Weiterfahrt nach Hoya, wo Dr. Rainer Paape mit einer Führung rund um den Bahnhof aufwartete.

Verleihung der Zertifikate im Gasthaus Thöle

Am nächsten Tag ging es weiter zur Stiftskirche Bücken, wo sich Lara Gräpel ihrer Aufgabe als künftige Gästeführerin stellte. Nächste Station war der Bücker Mühlbach, über den Ernst-August Prinzhorn zu erzählen wusste. Über das Denkmal Transformator in Altenbücken berichtete Karl-Heinz Brüns-Stadler.

Das Rathaus in Eystrup war am Nachmittag die nächste Station. Dort hielt Gerd Wiebking eine Führung zur Geschichte des Orts. Es folgte eine Kaffeepause im Gasthaus Wacker, und beim alten Postamt stand als Nächstes eine Führung von Hans-Walter Wacker auf dem Programm. Darauf folgte das Kulturzentrum Martinskirche in Hoya; von außen beschrieb es Dietfried Röpe, von innen Heinz-Dieter Boyer.

Das Prüfungsprogramm endete schließlich mit dem gemeinsamen Abendessen und der Verleihung der Zertifikate im Gasthaus Thöle. Auch Marlies Mügge erhielt eine Bescheinigung, wird aber laut Schindler nicht als Gästeführerin tätig sein.

Quelle: kreiszeitung.de

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