Nienburg erlebte gestern zehnte Folge der Kultur-Serie

Die ganze Welt am Weserwall vereint

Landestrachten: Diese beiden Damen aus Osteuropa präsentierten typische Kost in der Kleidung ihrer Heimat.

Nienburg - Von Kurt Henschel(Text und Fotos)NIENBURG · „Besser geht‘s nicht“ – nahtlos reihte sich gestern am Weserwall in Nienburg auch die zehnte Veranstaltung der 14-teiligen Serie „Zwischen Schlössern & Scheunen“ in die Erfolgsliste der bisherigen Ereignisse ein. Dieses Mal unterstützte das Kulturwerk Nienburg die Initiatoren des Vereins „Kulturnetz Mitte Niedersachsen“, denen es gemeinsam gelang, die ganze Welt zu vereinen.

Menschen aus allen Kontinenten trafen sich an der Oase an der Weser, aßen die mitgebrachten Spezialitäten der jeweiligen Länder, kommunizierten, musizierten und spielten miteinander. Herzlich und harmonisch war die Atmosphäre bei diesem „Multikulti-Kulturpicknick“, an dem Dieter Wignanek, der Kulturwerk-Vorsitzende, absolut nichts auszusetzen hatte: „Einfach sensationell“, so sein kurzes, aber alles aussagende Fazit.

Zum Gelingen des nicht zu warmen und auch nicht zu kalten Sonntags trugen viele Menschen mit ihrem besonderen Engagement bei. Die Organisatoren natürlich, die Sponsoren, vor allem aber die Mitwirkenden. Ordentlich „ins Zeug“ gelegt hatten sich die international besetzte HipHop-Gruppe des Tanzcenters Bormann, die Folklore-Gruppe der islamischen Gemeinde in Nienburg, eine russische Gesangsgruppe sowie eine Kindertanzgruppe, der multikulturelle Kinderchor mit dem Namen „Sprottelinis“ sowie die „Philippinas“ aus Nienburg.

Höchste Aufmerksamkeit aber galt einem elf Musiker starken Orchester aus Bremen: Das „Immigrantenorchester“ besteht aus Mitgliedern aus den USA, Mexiko, Rumänien, der Türkei, aus Ghana, Ungarn, der Slowakei, dem Iran, aus Chile sowie aus China. Musikalischer Leiter ist der US-Boy Willy Schwarz. Er bezeichnete sein Ensemble als „absolut einzigartig“. Das „Bremer Immigrantenorchester“ sei „die einzige Gruppe dieser Art“, so Schwarz, der allerdings beklagte, dass das so recht niemand wisse: „Es hat uns noch niemand so richtig wahrgenommen“, erklärte der Chef des Orchesters.

Gestern waren die Weserwall-Besucher und Kulturpicknick-Teilnehmer begeistert von der Gruppe, die zu faszinieren wusste mit ihren musikalischen Beiträgen – und mit ihrer sympathischen Art. Gern mischten sich die Orchester-Mitglieder unter das Publikum, um gleich anschließend mit ihrer musikalischen Reise durch viele Länder und Kulturen fortzufahren und Beifall zu ernten.

Willy Schwarz freute sich sehr über den Erfolg seines Teams. Und das hat eindrucksvoll ihr Motto unter Beweis gestellt: „Wir sind der Rhythmus, wir sind die Melodie – jeder ist ein Ton, zusammen eine Symphonie.“

Quelle: kreiszeitung.de

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