Gelungene Weihnachts-Werkstatt / Chor Schräglage gibt Abschiedskonzert

Musik und viel Schönes im adventlichen Kerzenschein

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Floristikmeisterin und Werkstatt-Inhaberin Edda Bormann präsentierte ihre vorwiegend floralen Kunstwerke.

Schweringen - Von Dagmar Voss. Wie in den vorangegangenen fünf Jahren erklang auch an diesem dritten Adventwochenende zum Glück kein Weihnachts-Dudel-Geriesel in der anheimelnden „Lunaria Weihnachts-Werkstatt“ von Edda Bormann in Schweringen. Stattdessen erhoben die Mitglieder des Chors Schräglage zum letzten Mal in dieser Formation ihre Stimmen nach dem Motto „Thank you for the music“.

Mit einer bunten Mischung von Liedern zwischen Mittelalter und heute erfreuten sie die zahlreich erschienenen Gäste. Zu den einzelnen Stücken gaben die Chormitglieder ihre schon manchmal sehr amüsanten Erklärungen ab. „Viele haben schon das Lied vertont seit William Shakespeare, heute wir“, lautete die Ankündigung zum wunderbaren „Greensleeves“. Oder auch die zum eindeutig „schockverliebten Mann“, der das Lied „Lass mich dein Badewasser schlürfen“ geschrieben hat.

Als Verstärkung am E-Piano ging ein Organist aus Juist an die Tasten, als der Chor „Gabriellas Lied“ aus dem herrlichen schwedischen Film „Wie im Himmel“ anstimmte. Der erklärenden Sängerin traten die Tränen in die Augen in der Erinnerung an das im Film dargestellte Leben einer geschlagenen Frau.

Der Chor löst sich auf, wer von den Mitgliedern möchte, kann nun in dem Chor Stimmungsschwankungen von Renata von Lingen mitsingen.

Neben dem musikalischen Ereignis gab es am Wochenende noch viel mehr zu sehen und zu hören. Bis Sonntagnachmittag öffnete Edda Bormann die Pforten ihrer Künstler-Werkstatt und präsentierte eine Vielzahl ihrer eigenen kreativen Schöpfungen. „Vorwiegend habe ich Florales in ungewöhnlichen Kombinationen geschaffen“, sagte die Floristikmeisterin.

Auch die übrigen Künstler, die ihre Arbeiten anboten, hatten für dieses nunmehr schon traditionelle Wochenende schöpferische Ideen in ungewöhnliche Werkstücke umgesetzt. Für heimelige Atmosphäre sorgten viele Kerzen und dazwischen kleine Inseln mit getrockneten Pflanzen, zum Beispiel der eigentlich als Unkraut verschrienen Herkuleskeule, die hier fragile Bäumchen darstellte.

Für ganz praktische oder schöne Dinge konnten die Besucher unter anderem zwischen Mützen und Pulswärmern von Ulli Brandstädter, türkisfarbenen, eigenwilligen Töpferwaren von Katrin Hermann, skurrilen hölzernen Figuren und Malerei von Indre Busar oder originell gefalteten Papierkarten wählen.

Ein Unterhaltungsprogramm war ebenfalls angesagt. Das Straßentheater Pikante spielte „Drei Engel mit Bodenhaftung“, ein Stück, in dem drei Lichtgestalten mit Engelsflügeln unwirklich vom Himmel hernieder schweben. Etwas unbeholfen ob der ungewohnten Schwerkraft gleiten sie durch die vorweihnachtliche Zeit und lassen ihre beinahe glockenklaren Stimmen erklingen. Hin und wieder geht schon mal ein Heiligenschein fliegen, doch niemals ganz verloren.

Und für ein lustiges Puppenspiel für die kleinen Gäste sorgte Olga Owens.

Manch einer freute sich schon auf die kommende Weihnachts-Werkstatt mit ihren ungewöhnlichen Überraschungen.

Quelle: kreiszeitung.de

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