Bücker Rat beschließt Haushalt für 2017 / Vergangenes Jahr erhöhte Steuereinnahmen

Gemeinde Bücken denkt über vorzeitige Kredittilgung nach

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Stempel mit der Aufschrift Kredit

Bücken - Von Michael Wendt. Bücken hat als erste der zehn Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde den Haushalt 2017 und das Investitionsprogramm 2017 bis 2020 beschlossen, und zwar einstimmig. Stefan Meyer zeigte sich als Sprecher der „Wählergemeinschaft Bücken und umzu“ in der Ratssitzung am Dienstag begeistert vom Haushalt.

Kein Wunder, denn das Zahlenwerk belegt: Bücken geht es finanziell gut. Und in dieser guten Lage will der Gemeinderat kräftig investieren. Die Hebesätze für die Grundsteuer (330 Prozent) und die Gewerbesteuer (360 Prozent) bleiben stabil.

„Ich habe mit Freuden dieses Papier gesehen“, sagte Stefan Meyer, „wir haben 650.000 Euro Investitionsausgaben eingeplant und gehen damit nicht einmal ans Eingemachte“. Zwar rechnet Kämmerin Astrid Schwecke, die den Haushaltsplan aufgestellt hat, für 2017 mit einem Mittelverbrauch von rund 750.000 Euro, allerdings hat die Gemeinde 1,7 Millionen Euro Rücklagen.

Fast schon nebenbei will Bücken dieses Jahr 127.000 Euro seiner Schulden in Höhe von derzeit 240.000 Euro tilgen. 2018 weitere 70.000 Euro. Das ist möglich, weil die Zinsbindungen für zwei Darlehen auslaufen.

Straßenbau ist größte Planungsstelle

Das Haushaltsjahr 2016 ist noch nicht vollständig abgerechnet. Kämmerin Astrid Schwecke schätzt jedoch, dass die Gemeinde statt mit dem ursprünglich eingeplanten Fehlbetrag von 200.000 Euro mit einem leichten Plus rechnen kann. „Grund sind um 250.000 Euro erhöhte Steuereinnahmen und dass nicht alles ausgegeben wurde, wie geplant“, erklärte sie in der Ratssitzung.

Die gestiegene Steuerkraft führt dazu, dass Bücken in diesem Jahr rund 845.000 Euro (110.000 Euro mehr als 2016) Samtgemeindeumlage zahlen muss – wenn der Samtgemeinderat die Umlage erneut auf sieben Millionen Euro festsetzt, was laut Aussage von Astrid Schwecke „voraussichtlich“ geschieht.

Die geplanten Investitionen fließen vor allem in den Ausbau von Straßen – aber nicht nur.

Fraktionssprecher Stefan Meyer lobte die Kämmerei für den Haushalt und nannte ihn ein „ordentliches, sortiertes Fachwerk“. Bürgermeister Wilhelm Schröder hob hervor, dass der Haushalt „verglichen mit anderen aus der Vergangenheit sehr positiv ist“.

Geplante Ausgaben

Ausbau Caller Damm, Auf dem Heidböhl, Altenb. Heide

220.000 Euro

Ausbau Himmelreich

62.000 Euro

Bau Parkplatz am Friedhofsweg

60.000 Euro

Kostenbeteiligung Sanierung Turnhalle

40.000 Euro

Beschaffung Spielgeräte für Dorfplatz

15.000 Euro

Entschlammung Teich und Wegesanierung in Calle

19.000 Euro

Quelle: kreiszeitung.de

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