Beziehung hält seit 30 Jahren

Gemeinden Hassel und Kirchehrenbach feiern drei Tage lang ihre Partnerschaft

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Vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Hassel gab es ein Wiedersehen mit Besuchern aus der oberfränkischen Partnergemeinde Kirchehrenbach – und der Bürgermeisterin Anja Gebhardt mit ihrem Bürgermeisterkollegen Heiko Lange.

Hassel - Von Horst Friedrichs. Zur Begrüßung gab es Musik – kraftvoll, handgemacht und mitreißend. Rund sechs Stunden Fahrt hatten die Busreisenden aus Kirchehrenbach in Oberfranken (Bayern) hinter sich, als sie am Sonnabendnachmittag vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Hassel ausstiegen.

Große Wiedersehensfreude war angesagt, alte Bekannte umarmten sich, und „Neulinge“ grüßten die Einheimischen nicht weniger herzlich. Dann ging es los: Musikinstrumente ausgepackt, Aufstellung genommen, und schon schritten die Gäste zur musikalischen Tat.

Bläser-Sound füllt den Saal

Im Handumdrehen verwandelte sich der Saal des Dorfgemeinschaftshauses mit seinen vier Wänden in einen Resonanzkörper für schwungvollen Bläser-Sound, den das Jugendblasorchester des Musikvereins Kirchehrenbachs zum Wiedersehen servierte. Anlass war der Auftakt zu einem dreitägigen Festprogramm, mit dem die Hasseler Gastgeber ihren Beitrag zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft beider Gemeinden leisteten.

Die erste halbe Stunde aber gehörte der Musik. Die Harmonie wohlgesetzter Noten mochte zugleich ein Symbol für jene Harmonie darstellen, die das freundschaftliche Verhältnis der Einwohner von Kirchehrenbach und Hassel prägt.

Offiziell 30 Jahre, aber eigentlich seien es schon 50

Von den filigranen Tönen der Klarinetten bis hin zu den basslastigeren Teilen der Formation lieferten die jungen Musiker einen geradezu kraftstrotzenden Beweis selbstsicherer Instrumentenbeherrschung. Und wenn die Blechbläser den Gesamtklang des Orchesters mit „Full Brass“ untermauerten, brillierte die unverwechselbare Dynamik bayerischer Musizierfreude, geboren aus der spürbaren Begeisterung, die Zuhörer mit Melodie und Rhythmus zu erfreuen.

Nach dem beschwingten Reigen heiterer Orchesterklänge begrüßte Hassels Bürgermeister Heiko Lange die Gäste aus Kirchehrenbach und die Vertreter der verschiedenen Gastgeber-Institutionen. „Viele persönliche Freundschaften haben sich im Laufe der Jahre entwickelt“, sagte Lange. „Offiziell besteht unsere Partnerschaft nun zwar 30 Jahre, aber eigentlich wären es schon 50, wenn man sie frühzeitig verifiziert hätte.“ An den Kindern und Enkeln der Begründer liege es nun, die Partnerschaft am Leben zu erhalten.

Hoffnung, dass die jungen Leute die Freundschaft fortführen

Ein erkennbares Zeichen dafür umriss Kirchehrenbachs erste Bürgermeisterin Anja Gebhardt: „Diesmal, zu unserer Jubiläumsfeier, haben wir aus Kirchehrenbach viele junge Leute mitgebracht. Bleibt zu hoffen, dass sich auch die jungen Leute aus Hassel rege an dem Treffen beteiligen.“ Für alle Teilnehmer hatte Anja Gebhardt die neue, bunt bebilderte Informationsbroschüre der Gemeinde Kirchehrenbach mitgebracht. Neben den Gemeinderäten beider Orte zählten auch die Vertreter der Vereine und Institutionen zu den Teilnehmern.

Nach einem Gedenken an die Verstorbenen schloss das Programm des ersten Tages mit einem Abendessen und einem gemütlichen Beisammensein im Dorfgemeinschaftshaus.

Während die jugendlichen Gäste in der Hasseler Turnhalle übernachteten, bezogen die Erwachsenen unter anderem Quartiere in Hoyaer und Eystruper Hotels.

Am Sonntag ging es nach Bremen, wo den Gästen eine Stadtrundfahrt und Zeit zur freien Verfügung geboten wurden. Mit der Rückkehr aus Bremen endete das von der Gemeinde zusammengestellte Programm, und der TSV Hassel übernahm die Regie mit dem Aufstellen des Maibaums und am Abend mit dem Tanz in den Mai. Dazu spielte im Dorfgemeinschaftshaus die Band „Full House“.

Am dritten Jubiläumstag, dem Maifeiertag, trafen sich die Teilnehmer zu einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück in den „Jägerstuben“ in Hassel. Dabei hatten alle Gelegenheit, in angeregten Gesprächen die gemeinsam verbrachten Stunden Revue passieren zu lassen und die Vorfreude auf kommende Begegnungen zu wecken. Gegen Mittag hieß es dann, Abschied zu nehmen.

Quelle: kreiszeitung.de

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