Geologen nehmen Bodenproben auf dem Grundstück am Hafen / Immobilienfrage aber noch nicht geklärt

Kino-Neubau in Nienburg: Es bewegt sich was

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Zwei Mitarbeiter des Ingenieurgeologiebüros Dr. Lübbe nahmen auf dem Areal am Montag an verschiedenen Stellen Bodenproben.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Nienburgs geplanter Kino-Neubau hängt in der Warteschleife. Seit Monaten ist die Standortfrage ungeklärt. Der Baubeginn verschiebt sich kontinuierlich nach hinten. Nun scheint sich endlich etwas zu bewegen.

Am Montag nahmen zwei Mitarbeiter des Ingenieurgeologiebüros Dr. Lübbe aus Vechta Bodenproben auf dem Grundstück am Nienburger Hafen. Das Areal neben dem Behördengebäude ist der derzeit favorisierte Standort des Investors Holger Glandorf. Aus sieben Metern Tiefe stammen die Bohrproben, die das Vechtaer Ingenieurbüro in den nächsten Wochen analysieren wird. „Die Bodenproben sind im Zusammenhang mit der aktuellen Bebauungsplanänderung von der Stadt in Abstimmung mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt, dem aktuellen Grundstückseigentümer, in Auftrag gegeben worden“, erklärt Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes gegenüber dem Blickpunkt. Ein Baubeginn sei das nicht. Es signalisiere allerdings, dass der Investor ernsthaft an dem Standort interessiert sei, betont Onkes. „Wir wollen im Vorfeld sichergehen, dass die Bodenverhältnisse keine Überraschungen bereithalten.“ Schließlich handele es sich um einen aufgeschütteten Bereich, in dem viel Boden bewegt wurde.

Wenig Überraschungen erwartet der Bürgermeister auch bezüglich der geplanten Bebauungsplanänderung. Die steht auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses am 17. August. Sollte sie dort grünes Licht bekommen, müsste der Stadtrat diese Entscheidung noch auf seiner Sitzung am 29. August zustimmen. Beides ist wahrscheinlich. „Damit wären die planungsrechtlichen Voraussetzungen gegeben“, sagt Onkes. „Dann könnte der Investor eine Baugenehmigung bekommen.“

Das Grundstück bräuchte Holger Glandorf allerdings auch noch. Das gehört nämlich zur Zeit noch dem Wasser- und Schifffahrtsamt, das dort Bojen lagert. Diesbezüglich habe die Stadt alles Notwendige in die Wege geleitet, versichert der Bürgermeister. Die Stadt will das Areal vom Wasser- und Schifffahrtsamt kaufen und ihm ein Alternativgrundstück am westlichen Weserufer als Lagerplatz zum Tausch anbieten. Anschließend könnte Glandorf das Grundstück am Nienburger Hafen erwerben und dort das geplante Kino verwirklichen. Onkes ist optimistisch, die Grundstücksfrage im September geklärt zu haben. Vom zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt in Verden gibt es diesbezüglich keine konkreten Informationen. „Das Verfahren befindet sich in der Prüfung. Zudem aktuellen Stand kann ich nichts sagen“, erklärt der dortige Sachgebietsleiter Thomas Lippel. Diese Prüfung finde bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn statt. Dort ließ sich auf Blickpunkt-Nachfrage allerdings bisher nichts zum aktuellen Stand der Prüfung herausfinden. Sobald das der Fall ist, wird der Blickpunkt darüber berichten. Sollte die Standortfrage noch an der Immobilie selbst scheitern, könnte Investor Holger Glandorf für seinen Kinoneubau immer noch auf seinen ursprünglich anvisierten Standort, einem Grundstück am Kräher Weg/Ecke Sorenkamp zurückgreifen. Trotz des Favoriten am Nienburger Hafen sind nach wie vor beide Standortvarianten im Rennen

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