Gesponserte Liegestühle am Weserwall mit Messer zerschlitzt worden

Zerschlitzt – dabei waren sie gerade neu

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Mehrmals wurden die Stühle zerschlitzt.

Nienburg - Lange konnten sich die Nienburger an den Liegestühlen am Weserwall nicht erfreuen: Vandalen haben sieben Stühle zerschlitzt. Dadurch entfällt ein potentieller neuer Standort - Wirtschaftsförderin Kerstin Lüders ist fassungslos.

„Grundsätzlich klasse, sehr gut gemacht“: Siegrid Kohla und Birthe Bromunde sind sich einig. Die beiden Sparkassenangestellten verbrachten ihre erste Mittagspause auf den neuen Liegestühlen an der Weser und sind begeistert. Ganz sicher wollen sie jetzt häufiger hier an der Weser relaxen.

Kerstin Lüders ist sich sicher: „Das Aggressionspotenzial geht deutlich über einen kleinen Jungenstreich hinaus.“

Zu diesem Zeitpunkt haben die beiden Frauen noch nicht damit gerechnet, dass dieser Wunsch bereits wenige Zeit später wortwörtlich zerstört werden würde: Unbekannte haben die Liegestühle, im Zeitraum von Freitag bis Sonntag, mit Messern zerschlitzt. Wirtschaftsförderin Kerstin Lüders kann sich diese Tat nicht erklären. „Das Aggressionspotenzial geht deutlich über einen kleinen Jungenstreich hinaus“, sagt sie fassungslos und schaut auf den zerschlitzten Stoff.

Mehrere Messerstiche durchziehen die Liegefläche der sieben betroffenen Stühle. Damit habe sich ein vierter Standort, an dem noch weitere Liegen gestellt werden sollen, erübrigt. „Es ist schade für Nienburg und die Gäste, die die Stühle nicht mehr in dem Maß nutzen können. Es ist auch schade für die Sponsoren“, betont die Wirtschaftsförderin der Stadt Nienburg.

Nichtsahnend freuten sich die Beteiligten bei der Präsentation des neuen Projektes.

Die Aktion überhaupt möglich gemacht hatten die vier Sponsoren der Stadtwerke Nienburg/Nienburg Energie, die Wirtschaftsbetriebe Stadt Nienburg, das Wesavi und die GBN. Die Aktion „Hier liegen Sie richtig!“ ergänzt die Stuhlaktion der Werbegemeinschaft und orientiert sich am Leitbild der Stadt Nienburg – das sagt Bürgermeister Henning Onkes noch bei der der offiziellen Vorstellung des Projektes. Ähnliches gebe es beispielsweise schon in Wien und Berlin und natürlich jetzt in Nienburg, schmunzelte Onkes. Es gibt drei Orte: An der Weser, neben den Bewegungsgeräten am Weserwall, in Höhe des Rudervereins sowie am Spargelmuseum. Die wetterfesten und strapazierfähigen Liegestühle sollen durchgängig bis September stehen bleiben und werden vom Baubetriebshof gewartet. Den Dankesworten Onkes, an die Sponsoren gerichtet, schloss sich eine Bitte an die Bevölkerung an, die Liegestühle pfleglich zu behandeln. Diese Bitte wurde letztlich mit den Füßen getreten.

„Wir haben eine Strafanzeige gestellt und sind für Hinweise dankbar“, sagt Lüders, ganz egal, ob bei der Wirtschaftsförderung oder der Polizei. Mittlerweile stehen neue Stühle am Wall, die bereits wieder kräftig genutzt werden. Radfahrer bei einer Pause, Schüler mit Wasserbomben – auf den Sportgeräten turnend – und Mütter, die den Sommer mit ihren kleinen Schützlingen genießen. Wer würde diese Idylle mit einem Messer zerstören wollen?

hg / ks

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