Kreiselfest vor der Grundschule

Hoya feiert das Ende der Straßenbaustellen

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Uwe Schindler vom Straßenbauamt Nienburg und Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner am Donnerstag beim Kreiselfest auf dem Platz vor der Grundschule Hoya.

Hoya - Von Horst Friedrichs. Rot, Gelb und Grün spielen keine Rolle mehr – dort, wo sich Weserstraße und Bücker Straße kreuzen. Denn: „Die Ampel muss weg“, sagte Hoyas Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner am Donnerstag beim Kreiselfest vor der Grundschule an der Langen Straße.

Dort war eine Miniatur-Ampel neben dem Rednermikrofon aufgestellt worden, symbolisch für einen Einweihungsakt. Weil der auf traditionelle Weise, mit zu durchschneidendem weißen Band, am soeben freigegebenen Kreisverkehr nicht möglich war, hatten Stadt und Fördergemeinschaft beschlossen, den Platz vor dem historischen Mittelschulgebäude für das Fest zu nutzen.

Dort stand sie nun, vor den vielen versammelten Festgästen, die Mini-Ampel. Sie einfach auf Grün zu schalten, wäre zu wenig der Symbolik gewesen und hätte der Wirklichkeit nicht vollends entsprochen. Deshalb ordnete die Bürgermeisterin die vollständige Beseitigung der kleinen Lichtzeichenanlage an, als logisches Pendant zu dem, was kurz zuvor am nagelneuen Kreisel geschehen war: Alle Baustellenampeln, viereinhalb Monate lang ständige Begleiterscheinung für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger im Kreiselbaubereich, wurden weggeräumt und gehören nun der Vergangenheit an. Einziges Lichtzeichen, das bleibt, ist das Rot der Bahn, wenn „Kaffkieker“ oder Güterzüge ihre Querung der Bücker Straße, unmittelbar am Kreisel, ankündigen.

Eine große Schar von Gästen hatte sich am Donnerstagnachmittag bei bewölktem Himmel und gelegentlichem leichtem Regen auf dem Festplatz an der Langen Straße eingefunden. Die aufgebauten Sitzgelegenheiten wurden ebenso genutzt wie die Stehplätze vor Getränke- und Bratwurstbuden. Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner begrüßte die zahlreichen Festteilnehmer im Namen von Stadt und Fördergemeinschaft und dankte den Mitgliedern der Bürgervereine I., II. und III. Viertel für die Beköstigung der Gäste.

Rückblick auf die Bauzeit von Anne Sophie Wasner

In einem Rückblick auf die Bauzeit ging Wasner auf die vielen Einbußen ein, die wegen der Straßensperrungen in Hoya hingenommen werden mussten. Viele, so sagte die Bürgermeisterin mit einem Zwinkern, hätten ihre eigenen Wege gefunden, um die Behinderungen zu überwinden. Eine gewisse Grundzufriedenheit habe sich unterdessen eingestellt.

Uwe Schindler, Geschäftsstellenleiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – kurz Straßenbauamt – in Nienburg, bescheinigte den Hoyaern, dass die Baumaßnahmen Kreisel und Hasseler Steinweg sie intensiv getroffen haben. „Bei mir hat sich inzwischen etwas mehr als nur eine gewisse Grundzufriedenheit eingestellt“, sagte Schindler und bezog sich dabei auf die kurze Bauzeit und die hervorragende Arbeit, die von der Straßenbaufirma Matthäi geleistet worden sei. Schindler berichtete über die Planungen und die Zusicherung des Ausschreibungswettbewerbssiegers Matthäi, das Gesamtvorhaben noch in diesem Jahr bewältigen zu können. Anfänglich, so hatte die Bürgermeisterin berichtet, seien die Beteiligten noch von einer Aufteilung in zwei Maßnahmen – Kreisel und Hasseler Steinweg – und einer Bauzeit von zwei Jahren ausgegangen.

Belastung begann am 8. Mai 2017

Exakt am 8. Mai dieses Jahres, so betonte Uwe Schindler, sei mit den Baumaßnahmen in Hoya begonnen worden. Sein Lob für die Firma Matthäi wurde mit großem Beifall von den Zuhörern unterstrichen. Für die Gewerbetreibenden, so Schindler weiter, seien die Straßensperrungen und Umleitungen eine große Belastung gewesen. Nichtsdestoweniger habe die konstruktive Kritik der Hoyaer Bürger dabei geholfen, die Baumaßnahmen zu beschleunigen. Schindler ließ die Zuhörer wissen, dass nur noch wenige Restarbeiten am freigegebenen Kreisel zu erledigen seien: Dazu gehören insbesondere die adaptive Beleuchtung und die Erhöhung der Stützmauer an der noch gesperrten Abzweigung in Richtung Hoyerhagen (wir berichteten).

Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner richtete ihren besonderen Dank an die Anwohner und an die Schweringer Fährleute, die mit einer Abordnung an der Kreiselfeier teilnahmen.

Quelle: kreiszeitung.de

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