Glasfaser-Anbindung

Northern Access will schnelles Internet in Teile der Samtgemeinde Hoya bringen

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Laaaaaangsam wie eine Schnecke sind die Internetzugänge in machen Gebieten der Samtgemeinde Hoya. Die Bewohner einiger Teiler Hoyerhagens können auf Besserung noch in der ersten Jahreshälfte hoffen. 

Hoyerhagen/Schweringen - Von Michael Wendt. Kommt schnelles Internet nun früher als erhofft nach Hoyerhagen? „Von der von Northern Access zusammen mit dem Partner Avacon geplanten Glasfaser-Strecke könnte schon bald eine ganze Region profitieren“, schreibt Northern Access auf seiner Internetseite und nennt als Orte Hoya, Hoyerhagen, Bücken und Schweringen. Im Gespräch mit unserer Zeitung informiert Northern-Access-Geschäftsführer Torsten Voigts über die Pläne und erklärt, warum das Liebenauer Unternehmen möglicherweise einige seiner Pläne nicht umsetzen kann.

Zum Hintergrund: In vielen Orten der Region gibt es bis heute nicht flächendeckend Breitband-Internetzugänge. Nach einer erfolgten Analyse des Ist-Zustands beantragt der Landkreis als koordinierende Stelle bis Ende dieses Monats Fördergelder von Bund und Land, um bis 2018 auch die Gegenden mit schnellen Anschlüssen zu versorgen, in denen die Daten bislang mit Geschwindigkeiten von weniger als 30 Megabits pro Sekunde fließen. 

Das hat der Kreistag im Dezember beschlossen. Er hat sich für das Modell „Wirtschaftlichkeitslücke“ entschieden. Soll heißen: Wo die Verlegung neuer, schneller Leitungen aufgrund der geringen Zahl an möglichen Kunden wirtschaftlich ansonsten nicht sinnvoll wäre, erhält das mit dem Netzausbau beauftragte Unternehmen einen einmaligen Investitionszuschuss.

„Wir bemühen uns, um die Fördergelder“, sagt Northern-Access-Geschäftsführer Torsten Voigts. Seine Firma habe sich für das bis zum 30. Januar laufende Interessensbekundungsverfahren des Landkreises angemeldet.

Bis aber schnelles Internet in mehr Haushalte als bislang kommt, müssen sich die Kunden noch gedulden. „Wenn wir jetzt schon Leitungen legen, können wir die Maßnahmen nachträglich nicht fördern lassen“, erklärt Voigts. Und: Wenn Northern Access jetzt auf eigene Kosten baut und anschließend ein Mitbewerber den Zuschlag für den geförderten Netzausbau erhält, gibt es später zwei schnelle Internetanbindungen für vergleichsweise wenige Haushalte. Dann müssten sich beide Unternehmen den relativ kleinen Einnahme-Kuchen letztendlich auch noch teilen.

„Es gibt für uns damit alles andere als Planungssicherheit“, sagt Torsten Voigts. Bei diesem unternehmerischen Risiko wartet Northern Access lieber ab, ob man den Zuschlag für den geförderten Ausbau bekommt – aber nicht überall. Bereits im November hatte die Firma erklärt, Teile von Bücken versorgen zu wollen. Nun sagt Torsten Voigts, dass Northern Access auch die Teile Hoyerhagens schneller ans Internet anbinden möchte, die bereits von der Firma versorgt werden.

Unabhängig vom Ausgang des Interessenbekundungsverfahren will Northern Access Ende 2017 oder 2018 auch die Industriegebiete Hoya-Nord und Schweringen ans Glasfaser-Kabel anbinden. Hoya selbst ist schon heute relativ gut versorgt (von der Telekom und Vodafone, vormals Kabel Deutschland), Schweringen ebenfalls (von der Telekom).

Und für wann dürfen Teile Hoyerhagens auf Linderung ihrer Internet-Beschwerden hoffen? Die Baumaßnahmen sind für die erste Hälfte dieses Jahres vorgesehen, sagt Torsten Voigts.

Quelle: kreiszeitung.de

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