Hilfe für Igel in Not

Ines Bockisch hat ein großes Herz für Stachelträger

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Seit mehr als 30 Jahren kümmert sich Ines Bockisch um pflegebedürftige Igel. 

Nienburg - Seit mehr als 30 Jahren kümmert sich Ines Bockisch aus Erichshagen-Wölpe um in Not geratene Igel. Angefangen hat es für die Tierliebhaberin, als sie einen vermutlich hilfebedürftigen Igel in ihrem Garten fand. Die Igelpflegerin hat das Tier in ihre Obhut genommen und gepflegt. Seitdem hat die Steuerfachgehilfin zahlreiche kranke Igel bis zur Genesung begleitet und sie anschließend wieder in die Freiheit entlassen. Bekannte, die davon erfahren haben, machten sie in den vielen Jahren immer wieder auf schutzlose Tier aufmerksam.

Die Jungtiere werden im September und Oktober im Wurf von vier bis sieben Jungtieren gebärt mit einem Gewicht von rund 60 Gramm geboren, weiß Bockisch. Nicht selten seien sie dann auf Hilfe von außen angewiesen.

Aus ihrer langjährigen Erfahrung kann die „Igel-Mutter“ beurteilen, ob die stacheligen Tiere hilfsbedürftig sind. Dabei spielen der Ernährungszustand, das Gesamtgewicht und der Befall von Parasiten eine wichtige Rolle. Erkrankte Igel müssen ihr zufolge alle zwei bis drei Stunden mit speziellem Aufzuchtfutter – Brei, der aus Katzenfeuchtfutter, Öl, Honig und Bananen hergestellt wird – gefüttert werden.

Und die Igel sind hungrig: Die erste Fütterung gibt es bereits morgens um 6 Uhr. In der Regel nehmen die stacheligen Schützlinge pro Tag etwa 10 bis 20 Gramm an Gewicht zu, weiß Bockisch. Über den Tag bekommen die Kleinen noch öfter Futter. Das übernehmen Bokischs Eltern, wenn sie beruflich unterwegs ist.

Die Tiere kommen mit einem Gewicht von rund 60 Gramm auf die Welt. In den folgenden Wochen nehmen sie schnell zu.

Die Hobby-Pflegerin kann sich noch gut daran erinnern, dass ihre Hilfe aus Lemke angefordert wurde, als ein Muttertier „vermutlich überfahren wurde und die Jungtiere noch nicht in der Lage waren, sich selbst zu versorgen“. Für Bockisch war klar: Die Jungtiere nimmt sie bei sich auf, um sie aufzupeppeln. Die jungen Igel werden entsprechend mit Rotlicht und Wärmflaschen versorgt und täglich gewogen. Die kranken Tiere erhalten bei Bedarf Medikamente, die örtliche Tierärzte besorgen.

„Igelpflege ist nicht kompliziert, aber eine gewisse Erfahrung sollte schon vorhanden sein“, sagt Bockisch. Jedes Tier, das sie in Obhut nimmt, bekommt ein eigenes Zuhause, eine kleine Box. Darin werden sie allerdings nur „so kurz wie möglich gepflegt“. Wenn die Igel das Zielgewicht erreichen, werden sie wieder möglichst an der Fundstelle in die Freiheit entlassen. Bockisch stellt für die Igel ein Schlafhäuschen auf und sorgt in den kommenden Tagen auch für Futter.

Ines Bockisch hat seit ihrer Kindheit ein besonders großes Herz für Tiere. In mehr als 30 Jahren hat sie sich um rund 150 Igel gekümmert und sie gepflegt. „Das habe ich gerne gemacht, denn wenn in Not geratene Tiere Hilfe brauchen, ist es für mich selbstverständlich, zu helfen.“ 

bia

Quelle: kreiszeitung.de

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