Großübung von Feuerwehr, THW und ASB

Zugunglück und Hauseinsturz

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Realistisches Szenario: An einem ausrangierten Waggon der Deutschen Bahn übten die Helfer den Ernstfall.

Landkreis. Großeinsatz für Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und die Schnell-Einsatz-Gruppe vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) am vergangenen Wochenende: Gleich zwei Unglücke hielten die Helfer in Atem. 

Ein Bahnunglück mit einem umgestürzten Waggon und acht betroffenen Personen rief die Rettungskräfte zunächst auf den Plan. Nur einen Tag später folgte ein eingestürztes Gebäude mit sechs Verschütteten. Glücklicherweise handelte es sich bei diesen beiden Schauplätzen um die Szenarien einer gemeinsamen Großübung. Trotzdem waren es für die Einsatzkräfte der drei Einheiten aus Langendamm, Nienburg und Rehburg-Loccum anstrengende und ereignisreiche Tage.

Bereits am Freitagnachmittag waren die Einheiten mit insgesamt 30 ehrenamtlichen Helfern nach Dörverden auf den Wasserübungsplatz des THW abgerückt. Geplant wurde das Wochenende in diesem Jahr federführend von Olaf Eickmann von der Feuerwehr Langendamm, der auch die Übungen ausgearbeitet und vorbereitet hatte.

Aus einem eingestürzten Haus mussten die Rettungskräfte im Rahmen der Übung verschüttete und verletzte Personen retten.

In den Abendstunden rückten die Rettungskräfte zum „Zugunglück“ aus. Dafür boten sich auf dem Grundstück der nahegelegenen THW-Bundesschule in Hoya optimale Bedingungen. Hier gibt es eine Gleisanlage mit einem stehenden sowie einem umgestürzten Reisezugwagen der Deutschen Bahn. Bei Dunkelheit und Regen gestaltete sich die „Rettung“ der Verletztendarsteller aus dem liegenden Waggon sehr schwierig, wurde aber von den Helfern gut gemeistert.

Am Samstag galt es dann bei ebenso viel Regen am gleichen Ort Verschüttete zu retten. Durch das unterirdische Tunnelsystem auf dem THW-Übungsgelände, konnte auch dieses Szenario sehr realistisch dargestellt werden.

„Letztlich waren wir wieder sehr zufrieden mit der gemeinsamen Gesamtleistung aller Einsatzkräfte“, zog Olaf Eickmann ein positives Fazit. Sicherlich gäbe es an der einen oder anderen Stelle immer Verbesserungsbedarf, dass sei hier aber definitiv Feinschliff.

Patrick Frauenreuther, Leiter der ASB-SEG betonte: „Bei beiden Übungen wurde wieder besonders deutlich, dass jede Organisation andere Möglichkeiten hat und durch die Kombination und eine gute Zusammenarbeit und Absprache ein unschlagbares Gesamtteam für den Notfall entsteht.“

Wochenendübungen haben bei den Rettungsorganisationen im Landkreis Nienburg schon eine längere Tradition und werden regelmäßig veranstaltet. Die erste dieser Art fand 2004 statt. Das am weitesten entfernte Übungsgelände war 2006 die „Fighting City“, ein Übungsgelände der Polizeischule mitten in Berlin.

„Die Wochenendübungen dienen dazu, die organisationsübergreifende Zusammenarbeit zu trainieren und den Helfern zu ermöglichen mal über den Tellerrand der eigenen Einheit zu sehen“, erklärte Martin Gerdes, Zugführer des THW. Das fördere das gegenseitige Verständnis. „Genauso wichtig ist bei den gemeinsamen Wochenenden aber auch das, was wir unter „Kameradschaftspflege“ verstehen“, ergänzt Patrick Frauenreuther. Der ASB war seinerzeit Initiator für die Wochenendübungen. „Im Einsatz lässt es sich viel besser zusammenarbeiten, wenn man sich gegenseitig gut kennt“, erklärt Frauenreuther.

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