Grundstücksmarktbericht für den Landkreis Nienburg

Wohnen im Landkreis Nienburg: Kaufpreise und Mieten steigen

Birgit Menkens und Katja Wulf stellen den Grundstücksmarktbericht für den Landkreis vor.
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Birgit Menkens und Katja Wulf stellen den Grundstücksmarktbericht für den Landkreis vor.

Landkreis Nienburg - Von Janina Stosch. Mehr Verträge, mehr Geld – das ist das Fazit des Grundstücksmarktberichts 2020 für den Landkreis Nienburg. Dieser ist nun vom Gutachterausschuss (GAG) Sulingen-Verden veröffentlicht worden.

Die Daten für den Grundstücksmarktbericht werden aus beurkundeten Kaufverträgen zum Stichtag 31. Dezember 2019 abgeleitet. 

In dem Bericht finden sich alle wesentlichen Informationen zu bebauten Grundstücken, Eigentumswohnungen und Mieten

Größter Umsatz durch Einfamilienhäuser

Der Geldumsatz bei den bebauten Grundstücken erreicht mit mehr als 157 Millionen Euro den höchsten Stand aller Zeiten, berichten Katja Wulf, stellvertretende Vorsitzende des Gutachterausschusses, und Birgit Menkens, Geschäftsstellen-Mitarbeiterin in Nienburg. 

Damit wächst der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent. Die Zahl der Verkäufe steigt auf 865. In vielen Teilen der Region fehle es jedoch an einem ausreichenden Immobilen-Angebot, die Nachfrage könne nach wie vor nicht abgedeckt werden.

Den größten Anteil am Umsatz machen mit 539 Kaufverträgen freistehende Einfamilienhäuser aus. Während der mittlere Preis für ein Einfamilienhaus 2018 noch rund 140 000 Euro betrug, müssen Käufer nun 157 000 Euro aufbringen. Im niedersachsenweiten Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte liegt der Landkreis Nienburg damit auf Platz 40 von 48

„In Nienburg ist das alles noch recht moderat“, sagt Birgit Menkens. „In größeren Städten wie Hannover oder Göttingen sind die Kaufpreise deutlich höher.“ Der mittlere Preis in Niedersachsen beträgt 212 000 Euro.

Häuser im Nienburger Stadtgebiet sind am teuersten, aber auch in Marklohe oder Heemsen müssen Käufer tiefer in die Taschen greifen als in den restlichen Gemeinden

Für jede Gemeinde im Landkreis Nienburg hat der GAG einen Schätzwert für ein typisches Einfamilienhaus mit Baujahr 1975, einer Wohnfläche von 145 Quadratmetern und einem Grundstück von 1000 Quadratmetern berechnet. 

Häuser im Stadtgebiet Nienburg am teuersten 

Die mittleren Werte reichen von 128 000 Euro in der Samtgemeinde Uchte bis zu232 000 Euro in der Stadt Nienburg. „Der Wert einer Immobilie lässt sich aus den Vergleichsfaktoren ableiten“, erklärt Katja Wulf. „Dazu gehören Bodenrichtwerte, Baujahr, Grundstücksgröße, Unterkellerung und Ausstattung.“

Der Umsatz an Eigentumswohnungen ist 2019 nahezu gleich geblieben. Neue Eigentumswohnungen in der Stadt Nienburg kosten im Mittel 278 000 Euro. Im Landkreis sind die Preise im Schnitt 10 Prozent niedriger. 

Mieten im Landkreis Nienburg leicht gestiegen 

Der Grundstücksmarktbericht liefert auch für Mieten und Pachten wichtige Informationen. Die mittlere Nettokaltmiete für eine 80-Quadratmeter-Wohnung aus dem Jahr 2005 in mittlerer Lage liegt derzeit bei5,95 Euro pro Quadratmeter

In Toplagen sind Mieten von acht Euro je Quadratmeter erzielbar. Bei den Wohnungsmieten liegen die Steigerungen gegenüber dem Vorjahr bei etwa 1 Prozent. Für neue und gut gelegene Wohnungen sind Steigerungen von bis zu 6 Prozent zu verzeichnen.

Mit der Immobilienpreisauskunft des GAG können sich Interessierte Vergleichspreise ermitteln lassen. Eine Auskunft ist auf der Internetseite www.gag.niedersachsen.de für 20 Euro Gebühr erhältlich. 

Auch Einzelauskünfte per Telefon sind möglich. In Nienburg kümmert sich Maike Fürstenau um diese Anliegen. Fürstenau ist unter Tel. 05021/808-149 erreichbar. 

Der gesamte Grundstücksmarktbericht steht für 60 Euro zum Download zur Verfügung, in gedruckter Form ist er für 95 Euro in der Nienburger Geschäftsstelle, Brückenstraße 5 erhältlich.

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