Hauptversammlung der Feuerwehr Hoya im Jubiläumsjahr mit vielen Gästen – und Anekdoten

Gütz: „In der Samtgemeinde-Familie ist jeder wichtig und kostbar“

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Peter Bracht erzählte Anekdoten aus der Feuerwehrgeschichte. ·

Hoya - Als Ortsbrandmeister Wilfried Gütz ans Rednerpult trat und die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Hoya eröffnete, stand er im Lindenhof in einem vollen Saal. Zu der Zusammenkunft waren jetzt neben den Feuerwehrangehörigen auch zahlreiche Gäste aus Politik, Kirchen, Verwaltung und Vereinen  erschienen.

Gütz gab einen Überblick über ein arbeitsintensives Feuerwehr-Jahr. Bei insgesamt 58 Einsätzen leisteten die 59 aktiven Mitglieder 2 743 Arbeitsstunden. Dazu kamen die regulären Dienste zur Aus- und Weiterbildung, sodass die Mitglieder 2012 knapp 10 000 Stunden ableisteten.

„Bei den Brandeinsätzen wurden wir verhältnismäßig stark gefordert. Aber auch Unfälle mit leider tragischen Ausgängen haben uns physisch wie psychisch einiges abverlangt“, sagte Gütz. „An Brandeinsätzen war einiges abzuarbeiten – Entstehungs-, Wohnungs-, und Dachstuhlbrände und das Großfeuer bei der Firma Hartje, das seinen Platz in unserer Feuerwehrgeschichte gefunden hat.“

Zur Vorbereitung auf das 125-jährige Bestehen der Hoyaer Feuerwehr in diesem Jahr entstand sogar ein Film über die Wehr, der anlässlich der Feierlichkeiten gezeigt werden soll.

Auch die Abteilung der Brandschutzerzieher war aktiv: Sie führte das pädagogische Theaterstück „Lodrian“ in verschiedenen Kindergärten auf und unterrichtete knapp 500 Kinder im vorbeugenden Brandschutz.

Einzelne Mitglieder besuchten weiterführende Lehrgänge an den Niedersächsischen Akademien für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) und auf Kreisebene. Im März absolvierten mehr als 80 Atemschutzgeräteträger aus der Samtgemeinde eine spezielle Ausbildung in der alten Grundschule in Hoya.

In seinem ausführlichen Bericht machte Wilfried Gütz deutlich, wie gut die Zusammenarbeit mit anderen Hoyaern Hilfsorganisationen ist und richtete seinen ausdrücklichen Dank an das THW, die Polizei und den Rettungsdienst sowie an die befreundeten Feuerwehren. „Wir sind innerhalb unserer Samtgemeinde zu einer großen Feuerwehrfamilie geworden, bei der jedes Mitglied wichtig und kostbar ist“, sagte Gütz.

Der Ausblick auf das Jahr 2013 stand im Zeichen der geplanten Feier zum 125. Geburtstag. In ihrem Jubiläumsjahr bekommt die Hoyaer Feuerwehr einen neuen Gerätewagen-Logistik, der den alten Gerätewagen, Baujahr 1981, ersetzt.

Auch Ehrungen und Beförderungen standen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung (siehe Kasten). Einer der Geehrten, Peter Bracht, erzählte aus diesem Anlass ein paar Anekdoten aus der Feuerwehrgeschichte und sorgte für einiges Gelächter. So las er unter anderem ein Schreiben der Feuerwehrführung aus dem Jahr 1929 vor, in dem sich die Feuerwehr gegen den Vorwurf der „unverantwortlichen Bummelei“ aussprach. Da im Vorfeld Wilfried Gütz seinen umfangreichen Jahresbericht gehalten hatte, war klar, dass in Hoya keine „unverantwortliche Bummelei“ herrscht. Ganz im Gegenteil: „Feuerwehr ist eine tolle Sache. Und wenn wir alle gemeinsam die Aufgabe – den Schutz unserer Mitbürger – schultern, dann schaffen wir das auch gemeinsam“, sagte Wilfried Gütz. · as

Quelle: kreiszeitung.de

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