Außergewöhnlich viele Trauungen

20. Februar 2020: Ein guter Tag zum Ja-Sagen

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Auf der Insel Bornholm nimmt Dirk Hartmann seinen Mut zusammen und fragt Lena Folkers, ob sie seine Frau werden möchte.

Samtgemeinde - Der 20. Februar 2020 ist ein besonderer Tag, zumindest für Lena Folkers und Dirk Hartmann aus Gandesbergen. Denn sie sind eines von drei Paaren in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, das sich am 20. Februar 2020 das Ja-Wort gibt. Der Grund für dieses Datum liegt auf der Hand: „Es ist leicht, zu merken“, sagt Lena Folkers, und es sei aufgrund der Zahlenkombination einmalig. Ihr Verlobter ergänzt: „In der Zahl zwei steckt auch immer das Wort Zweisamkeit.“

So sahen es wohl auch weitere Heiratswillige, denn dass drei Trauungen an einem Tag in der Samtgemeinde stattfinden, ist außergewöhnlich – erst recht im Wintermonat Februar. Die meisten Hochzeiten sind laut Statistik des Standesamts Hoya in den warmen Monaten von Mai bis September.

„Im Februar 2020 fanden bisher fünf Trauungen statt, und heute und morgen folgen noch einmal fünf. Wir kommen dann also auf die Anzahl von zehn Trauungen im Februar, was sehr viel im Vergleich zu den Vorjahren ist“, berichtet die Standesbeamtin Mareen Witthöft auf Nachfrage. Im Jahr 2019 seien es gerade mal vier Trauungen im Februar gewesen, 2018 sogar nur zwei. Beliebtester Monat im vergangenen Jahr war der Mai mit zwölf Hochzeiten, erklärt Witthöft. Dank des heutigen Tages, an dem neben Mareen Witthöft noch eine weitere Standesbeamtin im Einsatz der Liebe unterwegs ist, reicht der Februar 2020 an diese Spitzenzahl heran.

Verliebt, verlobt, verheiratet

Lena Folkers und ihr Zukünftiger bestreiten seit gut fünfeinhalb Jahren das Leben gemeinsam. Den Antrag machte er ihr im Dezember 2019 im Winterurlaub auf Bornholm, einer dänischen Ostseeinsel. „Ich habe eigentlich nicht mit dem Antrag gerechnet“, meint Folkers. Erst als ihr Dirk bei einer Wanderung sehr nervös gewirkt habe, immer weiter vorausgegangen sei, um nach einem geeigneten Platz für den Antrag zu suchen, und sich dabei immer wieder in die Jackentasche, in der der Ring versteckt war, gegriffen habe, sei es ihr klar gewesen. Freudentränen und natürlich ein Ja hätten den Tag perfekt gemacht.

Als das Paar wieder zurück in Gandesbergen war, habe es direkt nach Silvester beim Standesamt im Hoyaer Rathaus nach einem Termin gefragt und Glück gehabt, dass der 20. Februar noch frei gewesen ist.

Im kleinen Kreis von etwa 14 Personen geben die beiden Lehrer sich heute um 11 Uhr das Ja-Wort im Hoyaer Rathaus. Nur einige Familienmitglieder und die Trauzeugen begleiten den Tag. Die große Feier soll im Oktober folgen, wenn Folkers und Hartmann die kirchliche Trauung nachholen und im Waldschlösschen Daverden ihre Gäste empfangen. Dann passt die 28-Jährige vermutlich auch in einen Traum in weiß mit Tüll und Spitze. „Ich bin im achten Monat schwanger“, verrät sie. Deswegen habe sie zur standesamtlichen Trauung kein Brautkleid tragen wollen. Dass sie sich nun doch noch für ein kurzes, weißes Kleid entschieden habe, sei ein Spontankauf gewesen.

Die Namensfrage ist übrigens längst geklärt. Dirk Hartmann unterschreibt ab heute Mittag mit Folkers.

Infos: Eheschließungen

Familienstand zur Zeit der Eheschließungen (in Personen): ledig (116), geschieden (32), verwitwet (2), Lebenspartnerschaft (4) Namensführung in der Ehe: Geburtsname Mann: 59 Geburtsname Frau: 8 Doppelname: 8 getrennte Namensführung:10 Beliebteste Tage: Freitagvormittag: 25 Samstagnachmittag: 14 Beliebtester Monat: Mai (12), September (11), Juni (8), August (8) Wohnorte 73 Prozent der Paare stammen aus der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, zehn Prozent aus der näheren Umgebung und 17 Prozent aus weiteren Orten und Städten.

Quelle: kreiszeitung.de

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