Hartmut Bösche vollendet „Lebenswerk“ / Buchvorstellung am 10. Februar

„Reformation an der Mittelweser“ auf 600 Seiten

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Als Grundlage für sein Buch diente Hartmut Bösche die klassische Reformationsgeschichte von Hermann Hamelmann. Nun freut er sich zusammen mit Museumsleiterin Elfriede Hornecker über sein 600 Seiten umfassendes Werk.

Hoya - Von Alena Staffhorst. Aus neun werden 600: Waren es bislang laut Hartmut Bösche nur wenige Seiten in der klassischen Reformationsgeschichte von Hermann Hamelmann, die sich mit der Reformation in Hoya und umzu befassten, so gibt es jetzt ein Werk von 600 Seiten dazu. Das Buch „Holste und Hoya – Reformation an der Mittelweser“ des Verdener Heimatforschers ist nach 20 Jahren Arbeit nun im Druck.

„Die Reformationsgeschichte von Hamelmann wurde 1711 gedruckt“, erzählt Bösche. „Jeder, der hier in der Region etwas darüber schreibt oder erzählt, bezieht sich auf diese neun Seiten.“ Aufgrund der langen Zeit, die seit der Erscheinung vergangen ist, und der wenigen Informationen entschloss sich Bösche vor mehr als 20 Jahren, ein eigenes Buch zum Thema zu schreiben.

„Insgesamt habe ich im Laufe der Jahre 60 Archive in ganz Europa besucht – von Tallinn über Stockholm bis hin nach London“, erzählt der Autor. „Ich hätte noch ewig weitermachen können, denn es tun sich immer mehr Fragen auf, je länger man recherchiert. Doch nun habe ich einen Schlusspunkt gesetzt.“

Das Buch, das sich hauptsächlich um die Familie Holste dreht, die im 16. Jahrhundert Geistliche beider Konfessionen und Berater im Bereich Hoya-Verden stellte, beinhaltet nicht nur unheimlich viel Text. „In dem Buch geht der Leser dreimal durch die 100 Jahre von 1500 bis 1600“, erklärt Bösche. „Einmal anhand der umfangreichen Geschichte, im Mittelteil mit einem zusammenhängenden Kapitel, das 111 Abbildungen enthält, und abschließend mit den Quellen.“

Herausgeber ist das Heimatmuseum Hoya. Leiterin Elfriede Hornecker ist begeistert: „Das Buch gibt einen umfassenden Einblick in die Geschichte des 16. Jahrhunderts in unserer Region.“ Zuschüsse gab es von der VGH-Stiftung Hannover und vom Landschaftsverband Weser-Hunte.

Zur Buchvorstellung lädt das Museum für Dienstag, 10. Februar, um 17 Uhr in die Martinskirche ein. Danach gibt es das Werk für 29 Euro unter anderem im Museum zu kaufen.

Quelle: kreiszeitung.de

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