Heimvolkshochschul-Direktorin wechselt zum VHS-Landesverband

Der nächste Karrieresprung

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Zum 1. April räumt Berbel Unruh ihren Schreibtisch in der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum.

Loccum - Von Beate Ney-Janßen. Berbel Unruh verlässt die Evangelische Heimvolkshochschule Loccum. Nach vier Jahren als Direktorin wechselt sie zum 1. April in den Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens als Verbands-Direktorin.

Gern lässt der Vorstandsvorsitzende der Heimvolkshochschule, Frank Lehmeier, die Direktorin nicht ziehen, kann ihre Beweggründe aber gut nachvollziehen. Er wünscht ihr nur Gutes auf ihrem weiteren Weg.

Das Angebot sei im vergangenen Jahr an sie herangetragen worden, sagt Berbel Unruh. Sie habe das als Chance begriffen und auch als Karriereschritt, den sie nun, mit 52 Jahren, noch einmal machen wolle. Das seien die persönlichen Gründe, aus denen sie Loccum den Rücken kehre.

Den Entschluss hat sie, wie sie sagt, auch gerade zu diesem Zeitpunkt getroffen, weil viele Wogen in der Loccumer Bildungseinrichtung geglättet sind und sie das Gefühl hat, die Heimvolkshochschule sei nun in der Selbstständigkeit angekommen. Über viele Jahre waren Durchhaltevermögen und Kreativität mehr denn je gefragt gewesen, nachdem die Landeskirche Hannovers ihre finanzielle Unterstützung der Heimvolkshochschulen zurückgezogen hatte und diese fortan eigenständig ihren Haushalt erwirtschaften mussten.

In diesen Jahren hat sich das Profil der Heimvolkshochschule verändert, sind neue Schwerpunkte gesetzt worden. Neben der Ausrichtung auf den Bereich Kirche sind weite Felder um den gesamten Themenkomplex Schule ausgebaut und in das Seminarprogramm aufgenommen worden.

Maßgeblich beteiligt an dieser Ausrichtung war Berbel Unruh, was sicherlich auch an ihrem eigenen Werdegang lag: bevor sie 2008 zum pädagogischen Team der Heimvolkshochschule kam, hatte die Kulturpädagogin ein überregionales Projekt der Volkshochschulen betreut. Alle vorhergehenden Direktoren der Heimvolkshochschule waren Pastoren – wie auch Unruhs Vorgänger Rainer Bungenstock, nach dessen plötzlichem Tod sie 2012 früher als ursprünglich geplant Direktorin wurde.

Was Berbel Unruh vermissen wird, wenn sie Loccum verlässt? Das seien in erster Linie die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand und das angenehme Miteinander im Team. Nicht von ungefähr redet sie von „meinem Team“. Keineswegs vermissen werde sie hingegen die vielen Baustellen, die sie in den Häusern über die Jahre begleitet hat – obwohl, wie sie einräumt, auch in ihrer neuen Position die Baustellen im Haus in ihren Verantwortungsbereich fallen werden.

Was die Heimvolkshochschule in Loccum nun sucht und zwar schnellstmöglich, ist eine neue Direktorin oder einen neuen Direktor. Mitbringen sollen die Bewerber unter anderem Erfahrung in der Erwachsenenbildung, betriebswirtschaftliche Kenntnisse und die Lust darauf, ein Team von 30 Mitarbeitern zu leiten.

Quelle: kreiszeitung.de

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