Für 2018 bereits 50 Termine vergeben

Heiratsboom in der Samtgemeinde Hoya erwartet

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Eines von zwei Paaren, die sich vergangenes Jahr in der Alten Martinskirche trauen ließen: Melanie und Jens Wicke aus Hoya (hier mit ihrer Tochter Christin). Sie heirateten während des Katharinenmarkts, allerdings kirchlich. 

Samtgemeinde - Von Michael Wendt. Warum in die Ferne schweifen, wo das schöne Trauzimmer liegt so nah? Es ist nicht überliefert, warum ein Paar aus der Samtgemeinde Hoya 2017 im Ausland geheiratet hat, aber es war seit fünf Jahren das einzige, bei dem das hiesige Standesamt die Trauung nachbeurkunden musste. Weitere 80 Paare schlossen vor Ort den Bund der Ehe, sechs mehr als im Vorjahr. Das geht aus der Jahresstatistik des Standesamts hervor.

Bereits zweimal schon wurde im Hoyaer Rathaus die „Ehe für alle“ beurkundet, obwohl dies erst seit Anfang Oktober möglich ist. Im Herbst haben zwei Männer geheiratet, und zwei weitere haben ihre zuvor geschlossene Lebenspartnerschaft in eine gleichgeschlechtliche Ehe umwandeln lassen.

Die meisten Paare heirateten im Rathaus in Hoya (44). 13 entschieden sich für die Eystruper Windmühle als Trauort, und 12 für das Heimathaus in Wechold – doppelt so viele wie im Jahr davor. Wegen der Sanierung der Alten Martinskirche in Hoya konnten dort nur zwei Trauungen stattfinden, eine davon kirchlich. Bis vor der Sanierung war das heutige Kulturzentrum der nach dem Rathaus Hoya beliebteste Ort für Trauungen.

Im Rathaus in Eystrup und in Busch’ens Mühle in Nordholz ließen sich 2017 je fünf Paare vermählen. 2017 war die jüngste Braut 18 Jahre alt, die älteste 66, der jüngste Bräutigam war 22 Jahre alt, der älteste 73. Trauzeugen gehören für zwei Drittel der Hochzeitspaare dazu.

Besondere Tage wie 18.8.2018 bereits ausgebucht

Wenig überraschend die weitere Statistik: Beliebtester Hochzeitstag ist der Freitag, gefolgt vom Samstag. Beliebtester Hochzeitsmonat ist der Juli. Am unbeliebtesten sind die Herbst- und Wintermonate, wobei im Dezember mit sechs Paaren ebenso viel heirateten wie im November, Januar, und Februar zusammen – ein Schelm, wer dabei an mögliche Steuervorteile denkt.

Standesbeamtin Stefanie Schomburg rechnet für dieses Jahr mit einem Heiratsboom. „Bereits jetzt sind überdurchschnittlich viele Termine, 50, für das ganze Jahr vergeben worden und einige ganz besondere Tage wie zum Beispiel der 18.8.2018 sind trotz doppelter Personalbesetzung im Standesamt sogar bereits komplett ,ausgebucht‘“, sagt sie.

Trotz der nur einen Auslandshochzeit, die das Standesamt Hoya bestätigt hat, sieht Stefanie Schomburg einen Trend zu Beurkundungen mit Auslandsbezug. „Durch viele Faktoren und den allgemeinen Lebenswandel ist immer wieder festzustellen, dass die Zahl stetig steigt“, sagt sie. So wurden im vergangenen Jahr drei Geburten von im Ausland geborenen deutschen Staatsbürgern in Hoya beurkundet.

Hausgeburten gab es in der Samtgemeinde 2017 keine. Ihre Gesamtzahl seit 2011 summiert sich auf gerade einmal vier.

Quelle: kreiszeitung.de

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