Stadtrat stimmt für Wegesanierung und Bebauungsplan 

Krankenhaus-Gelände: Hier Pflaster, dort Schotter

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Die Promenade in Hoya soll saniert werden. Der bislang asphaltierte Bereich bekommt eine Pflasterung. Der Rest bleibt geschottert, wird aber von Grund auf neu angelegt.

Hoya - Von Michael Wendt. Der Hoyaer Stadtrat ist in seiner Sitzung am Montagabend den Empfehlungen des Bauausschusses gefolgt: Er hat den Ausbau der Straße Promenade ebenso beschlossen wie das Aufstellen eines Bebauungsplans (B-Plan) für das ehemalige Krankenhaus-Gelände sowie die Sanierung der Wege und eines Platzes im Bürgerpark.

Alle Entscheidungen fielen einstimmig. Für die Maßnahmen im Bürgerpark und in der Promenade erhält die Stadt Kostenzuschüsse in Höhe von zwei Dritteln von Land und Bund. Acht Zuhörer verfolgten die Sitzung im Saal des Rathauses und gaben teilweise Anregungen für das Vorgehen bei der Sanierung der Promenade.

Ausbau Promenade

Die Promenade soll im bisher asphaltierten Bereich gepflastert werden. Und zwar mit dem Pflaster, das bereits auf dem Molkereiplatz, in der Kirchstraße und auf dem „Lindenhof“-Parkplatz verlegt ist.

Im weiteren Verlauf soll die bislang schon geschotterte Promenade eine neue Schotterdecke erhalten. Dafür wird der Untergrund zunächst 15 Zentimeter tief ausgefräst und neu aufgebaut.

Das Bauamt schätzt die Kosten für die Pflasterung auf rund 66 000 Euro, die der Neuschotterung auf 24 000 Euro.

Auf Nachfrage von Frauke Gieße-Claus (Bürgerforum) erklärte der Bauamtsleiter und stellvertretende Stadtdirektor Rolf Walnsch, dass die Anwohner über die Maßnahmen informiert werden und dass der Schmutzwasserkanal unter der Promenade an einigen Stellen repariert werde.

Fred Droegmöller regte in der Einwohnerfragestunde an, im Zuge der Sanierung weitere Lampen entlang der größtenteils unbeleuchteten Promenade aufzustellen. „Ein guter Hinweis! Das wird bedacht“, versprach Bürgermeisterin Anne Wasner (SPD).

Sanierung Bürgerpark

„Seit Jahren reden wir über die Sanierung des Bürgerparks, und jetzt kommen wir dem sehr nah“, sagte Wasner beim nächsten Tagesordnungspunkt und fügte hinzu: „Ein bisschen den Ausschlag gegeben hat der Katharinenmarkt 2015.“ Damals waren die Wege und Flächen wegen starken Regens völlig durchweicht und mussten großflächig mit Holzhackschnitzeln belegt werden. Gegenüber unserer Zeitung ergänzte Rolf Walnsch, dass es mit der Sanierung auch deshalb so lange gedauert hat, weil nun erst die Fördergelder dafür bewilligt wurden.

Derzeit sind alle Wege im Park geschottert. Das soll auch so bleiben, weil es grundsätzlich funktioniert, sagte Friedrich Gilster (SPD). Allerdings sollen alle Wege saniert werden und ein neuer Weg zu den Denkmälern gebaut werden. Geschätzte Kosten: 60 000 Euro. Der Bauausschuss hatte in seiner Sitzung am Donnerstag den Vorschlag einer Pflasterung des Hauptwegs verworfen. Sie hätte zusätzlich rund 70 000 Euro gekostet.

Auf einer circa 600 Quadratmeter großen Fläche vor der derzeit im Bau befindlichen Schutzhütte im hinteren Teil des Bürgerparks will die Stadt einen „Schotterrasen“ anlegen lassen. Der Boden wird in diesem Bereich geradegezogen, geschottert, und darauf wird Rasen angesät. Das anfallende Regenwasser wird über eine Dränage in den alten Wesergraben im Park geleitet. Geschätzte Kosten: 50 000 Euro.

„Das Ganze wird die Attraktivität des Parks deutlich steigern“, sagte Friedrich Gilster.

Im Zuge der Baumaßnahmen wird die Stadt die Eingangsbereiche zum Bürgerpark pflastern lassen, um dort Fahrradständer aufstellen zu können.

Bebauungsplan

Auf dem rund 25 000 Quadratmeter großen ehemaligen Krankenhausgelände, das sich seit Längerem im Besitz der Stadt befindet, soll ein Wohngebiet entstehen. Darüber waren sich alle Fraktionen einig. „In ,Hoya Nord‘ ist ein Bauboom ausgebrochen“, sagte Fritz Groß (CDU) für die SPD/CDU-Gruppe, „dort gibt es nur noch drei freie Bauplätze – wir brauchen unbedingt neue.“

Für das Bürgerforum sagte Heike Krüger: „Wir stimmen grundsätzlich zu, weil der Bedarf da ist.“ Krüger regte aber an, mit den Häusern nicht zu weit an die vorhandenen Strom-Überlandleitungen im Westen der Stadt heranzurücken. Aktuelle Studien würden belegen, dass auch bei Einhaltung des gesetzlichen Mindestabstands ein erhöhtes Leukämie-Risiko für Kinder bestehe.

Stadtdirektor Detlef Meyer erklärte daraufhin, dass die gesetzlich geforderten Abstände zur 380-Kilovolt-Leitung eingehalten werden und es zur 110-Kilovolt-Leitung keine Abstandsregelung gebe. „Wichtig ist, dass wir nicht unmittelbar unter der Leitung bauen“, sagte er. Aufgrund des einzuhaltenden 400-Meter-Abstands zur 380-Kilovolt-Leitung soll der Bereich ganz im Westen des ehemaligen Krankenhausgeländes als Parkfläche ausgewiesen werden. Ein Wohnbebauung ist dort nicht zulässig.

Die Stadt wird nun das B-Plan-Verfahren einleiten. Laut Beschlussvorlage will sie auf dem Gelände ein „allgemeines Wohngebiet“ für Gebäude mit maximal zwei Vollgeschossen ermöglichen. Die Bebauung direkt an der Langen Straße soll in einer Linie erfolgen, um wie auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine einheitliche Flucht zu erhalten.

Quelle: kreiszeitung.de

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