Dauereinsatz der Feuerwehren in der Samtgemeinde Mittelweser

Hitzewelle: Mehrere Feuerwehreinsätze

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In der Feldmark verbrannten sechs Hektar Getreide.

Landkreis Nienburg. Die Rekordhitze am Donnerstag löste mehrere Flächenbrände im Landkreis Nienburg aus.

Ein arbeitsreicher Nachmittag liegt hinter den Feuerwehren der Samtgemeinde Mittelweser. Bei Temperaturen bis zu  40 Grad wurden die Einsatzkräfte gleich drei Mal aufs Höchste gefordert. 

Defekter Mähdrescher löst Brand aus

Gegen 14 Uhr löste ein defekter Mähdrescher in der Feldmark zwischen Landesbergen und Brokeloh einen Flächenbrand aus. Etwa sechs Hektar Getreide verbrannten. Das Feuer konnte gerade noch vor mehreren Waldflächen gestoppt werden. 

Das  brennende Kornfeld in Leese war schnell gelöscht.

Zunächst wurden die Feuerwehren Landesbergen, Brokeloh, Leese, Husum und Leeseringen alarmiert. Da bereits auf der Anfahrt eine große Rauchsäule zu sehen war, forderte der Landesberger Ortsbrandmeisters Lars Engelke umgehend weitere Kräfte nach. So wurden die Feuerwehren Stolzenau, Nendorf-Frestorf, Estorf, Anemolter und Schinna in Marsch versetzt. Aus Nienburg wurde ein 10000 Liter Löschwasser fassender Abrollcontainer zur Einsatzstelle gebracht.  Lohnunternehmer und Landwirte machten sich mit Wasserfässern ebenfalls auf den Weg. Insgesamt waren über 100 Einsatzkräfte vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen. Zur Absicherung der Einsatzkräfte bei den schweißtreibenden Temperaturen wurde ein Rettungswagen der Johanniter aus Landesbergen bereitgestellt. 

In Leese stand ein Kornfeld in Flammen

Gerade als die letzte Kräfte die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt hatten, erreichte sie der nächste Alarm. In Leese brannte ebenfalls ein Kornfeld. Ursache war auch hier ein technischer Defekt an einer Erntemaschine. Hierher wurden die Wehren aus Leese, Landesbergen, Nendorf-Frestorf, Stolzenau und Leeseringen entsendet. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren sowie die gute Unterstützung umliegender Landwirte, die sofort mit mehreren Grubbern zur Stelle waren, konnte der Schaden auf ungefähr einen Hektar Fläche begrenzt werden.

Mähdrescher-Fahrer löscht Feuer selbst

Aufgrund von Überhitzung kam es am Abend gegen 21 Uhr während eines Ernteeinsatzes noch zu einem Entstehungsbrand an der Klimaanlage eines Mähdreschers im Nendorfer Moor. Der Fahrer des Lohnbetriebes und der Besitzer des abzuerntenden Kornfeldes haben die Rauchentwicklung zum Glück frühzeitig bemerkt und erste Löschangriffe mit dem Feuerlöscher unternommen.

Die schnelle und umsichtige Reaktion des Mähdrescher-Fahrers verhinderte schlimmeres.

Die Feuerwehr Nendorf-Frestorf hat dann weitere Nachlöschmaßnahmen ergriffen. Die Erntemaschine ist somit nicht in Flammen aufgegangen. Zur Sicherheit wurde noch die Wärmebildkamera der Feuerwehr Stolzenau eingesetzt. Besondere Umsicht bewies der Fahrer des Mähdreschers, selbst langjähriger und erfahrener Feuerwehrmann, bescheinigen. Nachdem er die Feuergefahr bemerkt hatte, fuhr er den Mähdrescher vorsorglich auf das benachbarte, bereits abgeerntete und gegrubberte Feld. Somit hätte sich ein Feuer deutlich schlechter ausbreiten können. 

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