Anke Nürnberger aus Uchte ist begeistert von Qi Gong und Tai Chi

Einfach faszinierende Bewegungen

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Anke Nürnberger macht täglich ihre Tai Chi- und Qi Gong übungen.

UCHTE. Einer alten Legende nach beobachtete ein daoistischer Mönch den Kampf zwischen einer Schlage und einem Kranich. Aus diesen Beobachtungen entwickelte der Mönch die Grundlagen des Tai-Chi.  Um die 1000 Jahre später entdeckte Anke Nürnberger ihre Leidenschaft für Tai Chi.

UCHTE - von Leif Rullhusen. Einer alten Legende nach beobachtete ein daoistischer Mönch den Kampf zwischen einer Schlage und einem Kranich. Die Schlange wich dem Vogel so lange geschickt aus, bis dieser erschöpft aufgab. Aus diesen Beobachtungen entwickelte der Mönch die Grundlagen des Tai-Chi.

Um die 1000 Jahre später entdeckte die Uchterin Anke Nürnberger ihre Leidenschaft für dieses traditionelle chinesische Schattenboxen und die sogar über 3000 Jahre alte ostasiatische

Tai Chi hat seine Wurzeln in fernöstlichen Kampfsportarten. Einige Bewegungsabläufe dienen daher der Verteidigung.

Entspannungstechnik Qi Gong. Begonnen hat sie während einer Mutter-Kind-Kur vor zehn Jahren mit ihrer Tochter Katharina auf Baltrum. „Ich hatte damals ziemliche Rücken- und Schlafprobleme“, erzählt die 51-jährige Familienmutter. Das Kurangebot beinhaltete einen Qi Gong-Kurs, den Anke Nürnberger belegte. „Nach der Kur machte ich die Übungen für mich weiter. Nach einiger Zeit merkte ich, dass ich meinen Körper spüren konnte“, erinnert sie sich. „Auch die Rückenschmerzen und die Schlafprobleme ließen nach.“

Das anfängliche Interesse für diese chinesische Entspannungstechnik wich zunehmend Begeisterung und Leidenschaft. „Dabei war ich immer ein Sportmuffel“, erzählt Anke Nürnberger – noch immer fast ein wenig ungläubig. „Qi Gong ist ein Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, eine sanfte Methode zur Selbstheilung und Gesundheitsfördrung“, erklärt sie. Durch eine entsprechende Körperhaltung werde der Fluss im Körper angeregt. Das wirke sich gleichermaßen positiv auf physische Schmerzen sowie psychische Funktionen aus. Zudem steigere es die innere und äußere Harmonie. „Qi Gong und Tai Chi sind eine wunderschöne Möglichkeit, um Entspannung und Ruhe zu finden“, schwärmt Anke Nürnberger. „Ich mache die Übungen täglich. Diese wunderschönen fließenden Bewegungen sind einfach faszinierend.“

 Überzeugend findet sie außerdem die ganzheitliche Betrachtung von Körper, Geist und Seele. „Diese drei Bereiche kann man nicht voneinander trennen“, ist die Uchterin überzeugt. Selbstverständlich würden reale Probleme oder Nöte durch Tai Chi oder Qi Gong nicht weniger, aber man könne mit ihnen besser umgehen, ist sie sich sicher. Zunächst widmete sich Anke Nürnberger ausschließlich dem Qi Gong. Vor fünf Jahren kam Tai Chi hinzu. „Dessen Bewegungsformen sind komplexer, als beim Qigong“, erklärt sie. Sie kämen teilweise aus der chinesischen Kampfkunst und wurden Angriffs- oder

Die Uchterin ist vor allem von den fließenden Bewegungen fasziniert.

Abwehrstellungen/positionen darstellen. „Diese Bewegungen finden in einem ständigen Wechsel statt und haben schon fast meditativen Charakter.“ Irgendwann war Anke Nürnberger so weit, dass sie ihre Erfahrungen und ihre Begeisterung auch an andere Menschen wollte. Und so gibt die mittlerweile ausgebildete Qi Gong- und Tai Chi-Trainerin ihre Kenntnisse in Volkshochschulkursen weiter. Eine Altersgrenze gebe es weder beim Qi Gong noch beim Tai Chi. „Man kann selbst mit 80 Jahren noch anfangen. Die Übungen können im Sitzen, im Liegen oder sogar nur in der Vorstellung gemacht werden.“ Wer von Anke Nürnberger mehr über Tai Chi oder Qi Gong erfahren möchte, kann sie unter der E-Mail-Adresse ankenuernberger62@ gmail. com erreichen.

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