Schifffahrt weitestgehend eingestellt

Hochwasser auf der Weser steigt rasend schnell

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Die Wiese unterhalb des Weserwalls in Nienburg ist bereits geflutet.

Landkreis - Von Leif Rullhusen. Die Pegelstände entlang der Weser klettern rasend schnell. Zwischen Mitternacht und 12 Uhr am Donnerstagmittag stieg das Wasser in Nienburg um rund 50 Zentimeter auf 5,96 Meter.

In Liebenau stieg das Wasser allein in den vergangenen vier Stunden um 19 Zentimeter. Mit einer Sperrung für den Schiffsverkehr in der Kreisstadt rechnet Andreas Koslowski vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Verden für den Donnerstagnachmittag. Seit Mittwochabend besteht bereits ein Fahrverbot für die Weser südlich von Schlüsselburg. Auf der Oberweser ist schon seit Mittwochnachmittag kein Schiffsverkehr mehr möglich. „Dort, wo noch kein Verbot besteht, werden sich die Binnenschiffer jetzt einen sicheren Hafen suchen“, berichtet Koslowski gegenüber dem Blickpunkt.

Ein Ende der Hochwasserwelle ist gegenwärtig nämlich nicht absehbar. Ein Blick auf die Pegelstände an der Oberweser zeigt deutlich, dass die Spitze bei weitem noch nicht erricht ist. Auch die Wasserstände der Weserquellflüsse Werra und Fulda nehmen weiter zu und Hann. Münden trifft man bereits Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem lässt die derzeitige Wetterlage keine Aussicht auf Entspannung zu. Gerade in Hessen, also dem Bereich von Werra und Fulda, prognostizieren die Meteorologen für die kommenden Tage weitere Regenfälle. Hinzu kommt, dass der Boden aufgrund der vorangegangenen Niederschläge kaum noch Wasser aufnehmen kann und auch viele kleine Bäche ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben.

Erst vor knapp drei Wochen war die Schifffahrt auf der Mittelweser aufgrund des hohen Wasserstandes eingestellt worden. Damals kletterte der Pegel in Nienburg auf etwa 6,20 Meter. Bis dahin ist es nicht mehr weit. Ab 6,50 Meter betrifft das Hochwasser auch die Autofahrer. Dann sind die ersten Straßen und Brücken nicht mehr passierbar.

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