Wintertraining am 14. März

Was machen, wenn der Wagen rutscht? – Training für junge Autofahrer in Hoya

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Sie hoffen auf viele Teilnehmer beim „Wintertraining“: (von links) Frank-Gerrit Rührup von der Verkehrswacht Nienburg, Jan Schumacher (Ortsbrandmeister Bücken), Carola Cordes (Geschäftsführerin des Präventionsrats Hoya), Fahrschullehrer Dietmar Selent, Oberkommissar Thomas Oppermann und Kommissar Jan-Niklas Bösche aus Hoya und der Vorsitzende des Präventionsrats Detlef Meyer.

Welche Gefahren lauern im Straßenverkehr? Warum verunglücken mehr junge Autofahrer als ältere? Und wirkt sich Drogen- und Alkoholkonsum am Steuer aus? Diese und viele weitere Fragen sollen beim Wintertraining am Samstag, 14. März, von 9 bis 16 Uhr in Hoya beantwortet werden.

Hoya - Dafür haben sich Polizeioberkommissar Thomas Oppermann und Kommissar Jan-Niklas Bösche vom Polizeikommissariat Hoya sowie Jan Schumacher von der Feuerwehr Bücken, Frank-Gerrit Rührup von der Verkehrswacht Nienburg, Dietmar Selent von der Fahrschule Selent aus Hoya sowie der Präventionsrat der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, vertreten durch den Vorsitzenden Detlef Meyer und die Geschäftsführerin Carola Cordes, ein spannendes Programm für junge Autofahrer im Alter von 18 bis 25 Jahren ausgedacht, welches sie kürzlich in einem Pressegespräch vorstellten.

„Ziel der Veranstaltung soll es einerseits sein, die Unfallzahlen in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya zu senken, aber anderseits auch, den Teilnehmern einen Anreiz zu geben, weitere Erfahrungen in einem professionellen Fahrsicherheitstraining zu sammeln“, erklärt Thomas Oppermann.

Bereits zum elften Mal findet das Training statt, die Resonanz sei in den vergangenen Jahren jedoch nicht so groß gewesen, meinte Fahrschullehrer Dietmar Selent. Aufgrund dessen hofft das Organisationsteam jetzt auf eine höhere Beteiligung. „Rund 20 Teilnehmer wären super“, sagt Oppermann. Einen Anreiz mitzumachen, verschafft der Präventionsrat mit seinem finanziellen Zuschuss von rund 600 Euro. So zahlen die Jugendlichen für die Kursteilnahme nur 15 Euro. „Ein Ganztagestraining kostet sonst um die 100 Euro“, erklärt Frank-Gerrit Rührup.

Wintertraining zur Fahrsicherheit in Hoya: Junge Fahrer verunglücken häufig

Zum Programm: Los geht es um 9 Uhr in der Fahrschule Dietmar Selent in Hoya (Auf dem Kuhkamp 2). „Wir beginnen mit einer einstündigen Einweisung, sprechen über die Gefahren im Straßenverkehr und machen dann eine Gruppenarbeit zu der Frage, warum junge Fahrer öfter verunglücken als ältere“, erklärt der Fahrschullehrer. Zudem ist ein Fahrtraining sowie eine Gefahrenbremsung auf dem Gelände der Firma Oelschläger Metalltechnik in Hoya geplant.

Die Feuerwehr Bücken wässert den Platz, damit die Jugendlichen Fahrerfahrungen auf nassem Untergrund sammeln. In Gruppen fahren die Teilnehmer anschließend rund eineinhalb Stunden durch die Gegend und sollen dabei gegenseitig ihre Fahrt analysieren und kritisieren. Gemeinsam werden auch die Unfallschwerpunkte in der Samtgemeinde angefahren.

Weiter geht es auf dem Gelände des Johann-Beckmann-Gymnasiums in Hoya. Dort testen die Jugendlichen, wie es ist, unter Alkohol- und Drogeneinfluss Auto zu fahren. „Den Konsum von Drogen und Alkohol während des Fahrens bezeichnen wir als besonders bedrohlich. Insgesamt kam es im vergangenen Jahr im Bereich des Polizeikommissariats Hoya zu 21 Unfällen dieser Art“, sagt Jan-Niklas Bösche.

Polizei zu Verkehrssicherheit in Hoya: In anderen Landkreisen mehr Unfälle

Oppermann fügt hinzu: „Wir haben im Landkreis keine tödlichen Unfälle, andere Landkreise sind davon mehr betroffen.“ Außerdem wird den Teilnehmern auf dem Gelände der Schule unter anderem gezeigt, wo sie ihr Warndreieck im Fahrzeug finden und wie sie dieses aufstellen.

Danach gibt es eine Mittagspause. „Zur Stärkung bestellen wir Pizza“, sagt Dietmar Selent. Um 15 Uhr geht es weiter mit einer Technik-Lehrstunde. In diesem Rahmen erfahren die Teilnehmer unter anderem etwas über das Abschleppen sowie das Fremdstarten eines Autos.

Abschließend meint Oppermann: „Wir wollen bei der Veranstaltung nicht mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen und den Teilnehmer Angst machen. Es geht darum, sie zu sensibilisieren, und Spaß soll das Training natürlich auch machen.“

Anmeldungen nehmen das Polizeikommissariat Hoya (Telefon 04251/934640) und Dietmar Selent (Telefon 04255/1244) entgegen.

Quelle: kreiszeitung.de

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