„Niedersächsischen Bildungscloud“

Das JBG geht in die Luft

Schulleiter Lutz Bittner nahm jetzt die offizielle Projektschul-Plakette entgegen.

Hoya - Das Johann-Beckmann-Gymnasium (JBG) geht in die Wolke, genauer: in die „Niedersächsische Bildungscloud“. Schüler und Lehrer können in Zukunft in der Cloud mittels mobiler Endgeräte unter anderem miteinander kommunizieren, Unterrichtsmaterialien austauschen oder gemeinsam an Projekten arbeiten. Damit möchte die Niedersächsische Landesregierung Standards für eine moderne und zukunftsfähige Schul-IT setzen.

Zusammen mit weiteren 14 allgemeinbildenden sowie 10 berufsbildenden Schulen wurde das JBG als einzige Einrichtung in den Kreisen Nienburg, Verden und Diepholz zur „Bildungscloud“-Projektschule ernannt. Es hatte sich mit Unterstützung des Schulträgers (dem Landkreis) für die Teilnahme an der „Niedersächsischen Bildungscloud“ beworben, teilt Schulleiter Lutz Bittner mit. Er nahm in dieser Woche im Rahmen einer Auftakt-Veranstaltung zur „Bildungscloud“ in Hannover von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt die offizielle Projektschul-Plakette entgegen.

Die „Bildungscloud“ ist ein gemeinsames Projekt des Kultusministeriums und des Vereins „n-21 – Schulen in Niedersachsen online“. Es läuft über drei Jahre. „Gemeinsam mit den Schulen und Schulträgern schaffen wir ein großes virtuelles Klassenzimmer und bringen das Lernen mit digitalen Medien entscheidend voran“, sagte Frauke Heiligenstadt bei der Veranstaltung in Hannover.

Schulleiter Lutz Bittner sieht das JBG nach den umfangreichen Investitionen des Landkreises bestens dafür gerüstet: „In den vergangenen zwei Jahren wurde weiter erheblich in Server- und Netzwerk-Infrastruktur investiert, und eine wesentlich schnellere Internetanbindung wird demnächst zur Verfügung stehen.“

Klassen ab Jahrgang 7 sind Notebook-Klassen

Studienrat Christian Burrichter (IT-Spezialist am JBG) und Benjamin Koschmieder (IT-Fachmann des Landkreises) waren sich laut einer Pressemitteilung des JBG auf der Veranstaltung in Hannover einig: Eine Schule wie das Johann-Beckmann-Gymnasium, in der über 1000 digitale Endgeräte von Schülern und Lehrern im Funknetz und im Schulserver verwaltet werden, gehört in das Projekt „Bildungscloud“.

Einen Computerraum sucht man im JBG zwar vergeblich, dafür sind alle Klassen ab Jahrgang 7 Notebook-Klassen. „Bei uns lernen die Schülerinnen und Schüler seit über zehn Jahren erfolgreich mit eigenen Notebooks, unserem unverzichtbaren Schulserver und den interaktiven Tafeln“, sagt Schulleiter Lutz Bittner. Die Teilnahme am Projekt „Niedersächsische Bildungscloud“ sei daher die logische Folge. Dabei wird durch mediengestützte Lehr- und Lern-Arrangements auch das zeit- und ortsunabhängige Lernen und Arbeiten gefördert. „Das JBG verspricht sich von der Teilnahme an der ,Niedersächsischen Bildungscloud‘ eine gemeinsame Weiterentwicklung seiner Digitalisierungs-Strategien und damit eine weitere Modernisierung des Unterrichts sowie neue attraktive Lern- und Arbeitsmöglichkeiten für die heutige Schülergeneration“, erklärt Lutz Bittner. 

Was ist eine "Bildungscloud"?

Das Kultusministerium erklärt das Projekt in einer Pressemitteilung wie folgt: „Mit der Niedersächsischen Bildungscloud entsteht ein großes virtuelles Klassenzimmer. Schüler und Lehrer können in der Cloud mittels mobiler Endgeräte miteinander kommunizieren, Unterrichtsmaterialien austauschen und gemeinsam an Projekten arbeiten – auch schulübergreifend, schulformübergreifend sowie gemeinsam mit externen Partnern wie Betrieben oder Universitäten. Die Niedersächsische Bildungscloud wird als kollaborative Lernplattform alle Anforderungen des Datenschutzes, des Urheberrechts und des Schutzes der Persönlichkeitsrechte erfüllen. Das Projekt wird in der Pilotphase von 2017 bis 2019 wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Im Falle einer positiven Beurteilung wird die Bildungscloud landesweit eingeführt und steht dann allen niedersächsischen Schulen und Schulträgern als freiwilliges Angebot zur Verfügung. Die Landesregierung fördert das Projekt in der Pilotphase mit mehr als 400 000 Euro.“

Hier geht es zur Cloud: www.niedersachsen.cloud

mwe

Quelle: kreiszeitung.de

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