Einsatz bis in die Nacht 

Kettenreaktion in Husum: Waldbrand, Auffahrunfall und Pferdesuche

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Nur mit hoch geländegängigen Fahrzeugen konnte die Einsatzstelle erreicht werden.

Husum - Zu einem Waldbrand am Husumer Heyesee wurden am Mittwochabend, 26. Juni,  die Feuerwehren aus Husum, Groß Varlingen, Linsburg, Bolsehle, Brokeloh sowie die Einsatzleitung Ort (ELO) der Samtgemeinde Mittelweser gerufen.

Hier brannte eine Fläche von gut 100 Quadratmeter in einem sehr abgelegenen Waldstück. Nur mit hoch geländegängigen Fahrzeugen konnte das schwierige Gelände befahren werden. Das Husumer Tanklöschfahrzeug näherte sich der Brandstelle soweit wie möglich. Der restliche Weg zum Brandherd wurde durch das Verlegen von mehreren Schläuchen überwunden. 

Mit insgesamt drei C-Rohren wurde das Feuer gelöscht.

Das Feuer, dessen Brandursache am Abend noch unklar war, konnte glücklicherweise schnell gelöscht werden. Negativ fielen den Einsatzkräften zahlreiche Besucher des Heyesees auf, die rund um den See mehrere Lagerfeuer entzündet hatten. Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang eindrücklich auf die aktuelle Trockenheit und die damit verbundene sehr hohe Waldbrandgefahr hin. Das Verhalten der Besucher ist absolut leichtsinnig. 

Durch die anfangs große Aufregung an der Einsatzstelle rissen sich drei Pferde, die gerade mit ihren Besitzern von einem Ausritt zurück kamen, von ihren Reitern los und liefen aufgeschreckt über die L370. Dadurch kam es zu einem Auffahrunfall, bei dem eine Person leicht verletzt wurde. Ein zufällig vorbeikommender Arzt übernahm die Erstversorgung des Patienten, der anschließend mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert wurde. 

Die Einsatzkräfte stellen sich auf, um ein Waldstück zu durchsuchen.

Die Einsatzstelle wurde von Kräften der Feuerwehr Linsburg, abgesichert. Im weiteren Verlauf wurde eine größere Suchaktion nach den entlaufenen Pferden gestartet. Koordiniert wurde diese durch die ELO sowie die ebenfalls anwesenden Beamten der Polizei Stolzenau. Mit zahlreichen Feuerwehrkräften wurde ein Waldstück, in dem die Tiere vermutet wurden, bis zum Einbruch der Dunkelheit durchkämmt. Parallel wurde eine Drohne von der Feuerwehr Steimbke alarmiert, um das Gebiet mit einer Wärmebildkamera von oben absuchen zu können.

Die Tiere blieben die gesamte Nacht über verschwunden und konnte am Donnerstagmorgen gegen 7.30 Uhr wieder eingefangen werden. Den Pferden geht es gut, meldet die Polizei.

Der Einsatz, von dem sich auch Gemeindebrandmeister Jürgen Meyer sowie Abschnittsleiter Süd Ralf Tiedemann ein Bild vor Ort machten, wurde daraufhin gegen 0:30 Uhr beendet.

"Aufgrund der anhaltenden Trockenheit steigt das Waldbrandrisiko täglich," so Axel Bergmann, Sprecher der Polizei für die Landkreise Nienburg und Schaumburg:"Das Verbot gilt am See generell, zurzeit ist jedoch das Risiko, dass sich ein Feuer unkontrolliert ausbreitet, besonders hoch." Erst vor Kurzem hatte die Samtgemeinde Mittelweser klargemacht, am Heyesee härter durchgreifen zu wollen.

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