Lärm, Falschparken und Feuer machen werden geahndet

Am Heye See wird ab sofort durchgegriffen

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So idyllisch und friedlich geht es am Husumer Heye-See nicht immer zu. Im Sommer wird der See von Scharen von Bade- und Feierwütigen bevölkert.

Husum - Der Sommer kommt, die Sonne scheint, und es zieht die Menschen ans Wasser. Seit vielen Jahren ist auch der Heye See in Husum ein sehr beliebter Anziehungspunkt für Menschen aus nah und fern.

Was viele nicht wissen: Der Heye See befindet sich in dem Landschaftsschutzgebiet „Husumer Geest“. In Landschaftsschutzgebieten ist ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft zur Erhaltung und Entwicklung vorgesehen. Deshalb sind Lärm, Motocross fahren, Feuer, Zelten und das Aufstellen von Wohnwagen sowie die illegale Entsorgung von Müll und Schutt verboten, berichtet die Samtgemeinde in einer Pressemitteilung. Das Betreten des Seegrundstücks ist darüber hinaus durch den Eigentümer durch eine entsprechende Beschilderung untersagt.

„Obwohl die Rechtslage eindeutig ist, halten sich viele Menschen nicht an die bestehenden Regeln. Lärm, Falschparken, illegal entsorgter Müll und offene Feuer führen zu Problemen für Pflanzen, Tiere und Anwohner. Trauriger Höhepunkt war im letzten Jahr der Ertrinkungstod eines Mannes in dem Gewässer. Für Rettungskräfte war der Zugang zum Gewässer durch zahlreiche Falschparker erschwert.“ erklärt Jörg Niemeyer, Erster Samtgemeinderat bei der Samtgemeinde Mittelweser.

Qualität des Wassers unklar

Das Baden im Heye See birgt darüber hinaus gesundheitliche Risiken, da die Qualität des Wassers nicht untersucht wird und Bakterien und Keime zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Falschparker werden abgeschleppt

Die zuständigen Verwaltungsbehörden haben zusammen mit der Polizei eine gemeinsame Strategie entwickelt, wie sich die Situation am Heye See verbessern soll. Vor Ort hat sich außerdem eine Interessengemeinschaft gegründet, um die Aktionen der Ordnungsbehörden zu unterstützen.

Der Zugang zum Grundstück soll durch eine saisonale Sperrung der angrenzenden Wirtschaftswege erschwert werden. Falsch geparkte Fahrzeuge werden zu Lasten der Eigentümer abgeschleppt. Die Polizei erteilt Platzverweise bei Lärm, Motocross fahren und Feuer, gegebenenfalls werden Strafanzeigen eingeleitet. Sie ist in diesem Zusammenhang subsidiär tätig. „Die Polizei ist immer dann vor Ort, wenn sie gerufen wird. Wir unterstützen die Verwaltungsbehörden bei der Einhaltung der bestehenden Rechtsvorschriften“ so Frank Münch, Leiter Polizeikommissariat Stolzenau.

Geldstrafen bei Zuwiderhandlungen

Auch Zuwiderhandlungen gegen die bestehenden naturschutzrechtlichen Vorschriften werden konsequent geahndet. Bußgelder können hiernach bis zu einer Höhe von 25.000 € verhängt werden. „Wir machen hiervon Gebrauch, wenn einzelne Personen gegen die bestehenden Regeln verstoßen“ betont Silvia Fiene, zuständige Mitarbeiterin für Naturschutz beim Landkreis Nienburg. Für alle Beteiligten ist es wichtig, dass sich Besucher im Landschaftsschutzgebiet an die bestehenden Ge- und Verbote halten. Das zuletzt fortlaufend ausufernde Verhalten am Heye See wird nicht weiter toleriert.

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