„The Four Corners“ feiern ihr Jubiläum und laden zum Mitmachen ein

Husumer Square-Dancer lassen seit 25 Jahren die Röcke wirbeln

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Seit 25 Jahren gibt es den Square-Dance-Club „Four Corners“. Immer donnerstags treffen sich die Tanzbegeisterten in der „Alten Mühle“ in Husum. 

Husum - Von Hartmut Grulke. In den USA kommt es nur einmal vor, dass vier Staaten aneinandergrenzen. Es sind Utah, Colorado, Arizona und New Mexiko.

Diese Konstellation war namensgebend für „The Four Corners“ einem Square-Dance-Club, der seine Heimat in Husum gefunden hat und am Samstag, 3. März, sein 25-jähriges Bestehen feiert.

Amerikanische Soldaten waren es, die nach dem 2. Weltkrieg den Square Dance wieder aus Amerika nach Europa zurückbrachten, von wo aus er einst mit den Auswanderern in die neue Welt gebracht wurde. Natürlich wusste niemand, wie die Quadrille getanzt wird und so war es der „Caller“, ein Vorsänger, der in seinen Liedern die genauen Schrittfolgen ansagte und auch noch gleichzeitig Fiddel spielte.

Ein solcher Caller ist auch Klaus-Peter Krüger. Der 63-jährige Mindener gibt seit 20 Jahren bei den „Four Corners“ den Ton an. Er gibt melodische Kommandos wie „Turn right“, „Turn left“, „Pass Thru“ oder „Run“ und sofort wissen alle Tänzer, wie getanzt werden soll. Und dabei sind alle „Kommandos“ und die getanzten Figuren standardisiert, in der ganzen Welt.

Das heißt, jeder Squaredancer, der seine Prüfung vom „Student“ zum „Member“ abgelegt hat, und demzufolge etwa 70 Tanzfiguren und ihre Bezeichnungen beherrscht, kann in jedem Square-Dance-Club, egal ob in Husum, Paris oder Kathmandu, problemlos mittanzen.

Zu einem Square gehören immer acht Tänzer und Tänzerinnen.

Im Gasthof „Zur alten Mühle“ in Husum treffen sich jeden Donnerstag ab 20 Uhr „The Four Corners“, eine kleine Gemeinschaft von Tanzbegeisterten, um ihrem Hobby nachzugehen. Vom 20-jährigen Nachwuchstänzer bis zum 80-jährigen Manfred Fritsch, der bereits 1948 mit dem Tanzen begonnen hat, ist dort jedes Alter vertreten.

Da es beim Squaredance keine Choreographie gibt, und nur der Caller weiß, welche Schrittfolge er als nächstes ansagt, müssen die Tänzer ständig mitdenken und die Kommandos aus dem Gesangstext herausfiltern. „Das macht nicht nur Spaß, sondern beugt auch Alzheimer vor“, erklärt Fritsch schmunzelnd.

Gern würden sich die Corners noch verstärken und freuen sich daher über jeden neuen Interessenten, der mal hereinschnuppern und mittanzen möchte. Eine solche Gelegenheit bietet sich an jedem Donnerstagabend und besonders am 3. März in der „Alten Mühle“. Ab 14 Uhr heißt es dann bei Kaffee und Kuchen wieder: „Four ladies chain“ oder „California twirl“ – und die Damen wirbeln in ihren fliegenden Röcken den Herren in dezenter Westernkluft entgegen. Auch Zuschauer sind willkommen.

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