Zwei Fachausschüsse tagen und hören Vergleich zweier Standorte

IGS: Verwaltung klar gegen eine Beschluss-Änderung

Henry Koch (CDU) leitete die gemeinsame Sitzung zweier Ausschüsse des Landkreises und überlegt nun ebenfalls, ob es beim ISG-Standort BBS bleibt, oder ob doch der Nordertorstriftweg zu bevorzugen sei. ·
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Henry Koch (CDU) leitete die gemeinsame Sitzung zweier Ausschüsse des Landkreises und überlegt nun ebenfalls, ob es beim ISG-Standort BBS bleibt, oder ob doch der Nordertorstriftweg zu bevorzugen sei. ·

Nienburg - Von Kurt HenschelSTOLZENAU · Entschieden ist zwar seit dem 19. Oktober vergangenen Jahres, dass an den Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises in Nienburg ein Neubau einer Integrierten Gesamtschule (IGS) entstehen soll, letztlich entschieden ist aber dennoch (noch) nichts: Der Landkreis war auf Bitte der Stadt Nienburg darauf eingegangen, den von der Stadt favorisierten Platz am Nordertorstriftweg noch einmal als möglichen IGS-Standort ins Kalkül zu ziehen. Das ist geschehen – gestern gab es dazu Vergleichs-Aussagen.

Stadtplanerin Gudrun Haßelbusch aus Steyerberg und Architekt Michael Klein aus Mark lohe hatten vom Landkreis den Auftrag erhalten, eine sogenannte „Machbarkeits-Studie“ zu erarbeiten. Deren Ergebnisse stellten sie am gestrigen Nachmittag im Verlauf einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für allgemeinbildende Schulen und des Ausschusses für Liegenschaften des Landkreises Nienburg vor. In der Zusammenfassung der Überprüfung aller Kriterien für den Standort A (Nordertorstriftweg) und den Standort B (BBS) kamen Haßelbusch und Klein überein, dass der BBS-Standort die meisten Vorteile biete: Von insgesamt 22 untersuchten Kriterien (von Flächenbedarf über Erweiterungs-Möglichkeiten, Verkehrs- und Schulweg-Sicherheit bis zu Anforderungen an die jeweiligen Standorte) erhielt die Variante A in 13 Fällen ein Minus, der Standort B hingegen nur in zwei Fällen (Lage im Stadtgebiet sowie Erreichbarkeit des Bahnhofs). Es „riecht“ demzufolge nach dem Standort BBS.

Obwohl es eine politische Entscheidung sei und bleibe, machte Landrat Detlev Kohlmeier in der Mensa des Gymnasiums in Stolzenau deutlich, dass es nach Auffassung der Verwaltung beim Beschluss des Kreistags vom 19. Oktober 2012 bleibe. Anders gesagt und so auch der Wortlaut der Kohlmeier-Erklärung: „Die Verwaltung wird dem Kreisausschuss und dem Kreistag nicht vorschlagen, die vom Kreistag am 19. Oktober 2012 getroffene Standort-Entscheidung zugunsten des BBS-Geländes zu revidieren.“

Ob es beim Standort BBS bleibt oder doch noch die Variante Nordertorstriftweg zieht, das entscheidet sich im Verlauf der nächsten öffentlichen Sitzung des Kreistags am Freitag, 15. März, im Kreishaus.

In der Aussprache der von Henry Koch (CDU) geleiteten Sitzung, die samt einer Führung durch die Schule durch Konrektor Christian Möller mehr als drei Stunden Zeit verschlang, zeichneten sich erste politische Tendenzen ab: Heiner Werner (FDP) sieht die Vor- und Nachteile „eher Fifty-Fifty“ und meinte, am Nordertors triftweg sei „jetzt schon Schule und es läuft“. Am Standort BBS sehe er noch Bedarf für eine Sporthalle und eine Mensa. Insa Höltke (SPD) sieht „den Kreistags-Beschluss bestätigt“ und äußerte sich überzeugt davon, dass es „pädagogisch und baulich an den BBS wirklich Sinn“ mache. „Der Nordertorstriftweg ist dicht, das BBS-Gelände besser“, sagte Bernd Brieber (SPD), während Werner Cunow (CDU) angab, beim Standort BBS „mehr Synergie-Effekte“ zu sehen. Manfred Sanftleben (Bündnis 90 / Die Grünen) erklärte, „bisher den Nordertorstriftweg favorisiert“ zu haben. Nach der Vorstellung der Studie gehe für ihn „die Tendenz jetzt eher zum BBS-Standort“. Peter Westermann (SPD) hält „den BBS-Standort für deutlich besser“, Behindertenbeirat und Kreiselternrat sehen das ebenso.

Quelle: kreiszeitung.de

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