Kommune setzt sich über Vorgaben hinweg

Lokale Impfung in Hoya: Termine ab sofort auch für alle ü60-Jährigen

Den schützenden Piks können am kommenden Wochenende neben der ü70-Gruppe und den Senioren ab 60 Jahren mit medizinischer Indikation auch alle anderen Einwohner der Samtgemeinde ab einem Alter von 60 Jahren in der Impfstelle in Hoya erhalten.
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Den schützenden Piks können am kommenden Wochenende neben der ü70-Gruppe und den Senioren ab 60 Jahren mit medizinischer Indikation auch alle anderen Einwohner der Samtgemeinde ab einem Alter von 60 Jahren in der Impfstelle in Hoya erhalten.

Hoya – Die Samtgemeinde Hoya setzt sich mit ihrer Entscheidung über die Vorgaben des Landes hinweg, denn eigentlich sind die ü60-Jährigen erst ab dem 26. April dran.

Neben den Senioren ab 70 Jahren und der Gruppe ab 60 Jahren mit medizinischer Indikation können sich ab sofort auch alle anderen Menschen, die mindestens 60 Jahre alt sind und in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya leben, für einen lokalen Impftermin am kommenden Wochenende anmelden. Das teilt Uwe Back, Fachbereichsleiter Bürgerservice, in einer Pressenotiz mit.

Für die beiden Impftage am 24. und. 25. April in der Bundesschule des Technischen Hilfswerks (THW) von 8 bis 20 Uhr stünden insgesamt 800 Termine für eine Erstimpfung mit dem Impfstoff AstraZeneca zur Verfügung. Laut Aussage von Uwe Back seien davon am Montag und Dienstag bereits rund 400 vergeben worden. Anmeldungen gingen sowohl von Personen, die entweder bereits das 70. Lebensjahr vollendet haben oder die mindestens 60 Jahre alt sind und eine medizinische Indikation vorweisen konnten, ein.

Auf Grundlage zahlreicher Rückmeldungen seitens der Bürger sei ersichtlich geworden, dass circa die Hälfte des berechtigten Personenkreises bereits eine Impfung erhalten habe. Um den zur Verfügung gestellten Impfstoff aber möglichst vollständig an die Einwohner der Samtgemeinde verimpfen zu können, habe Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer in Absprache mit dem Geschäftsführer des ASB Kreisverbandes Nienburg Jens Sewohl entschieden, dass am kommenden Wochenende noch vorhandene Impftermine ab jetzt auch an alle ü60-Jährigen der Samtgemeinde, die mindestens 60 Jahre alt sind und keine medizinische Indikation aufweisen müssen, vergeben werden dürfen. Heute und morgen – jeweils in der Zeit von 14 bis 19 Uhr – kann bei der Telefonhotline der Impfstelle Hoya ein Impftermin für den kommenden Sonntag, 25. April, vereinbart werden. Dieser werde direkt am Telefon vergeben, so Uwe Back.

Eine Terminvergabe über E-Mail sei aufgrund des sehr engen Zeitfensters nicht mehr möglich. Terminwünsche per E-Mail könnten ab heute daher nicht mehr berücksichtigt werden.

„Die Terminvergabe erfolgt solange, bis alle 800 vorhandenen Impftermine vergeben sind“, sagt Uwe Back. Bürger ab einem Alter von 60 Jahren, die einen Impftermin wahrnehmen möchten, sollten sich daher möglichst zeitnah telefonisch bei der Impfhotline in Hoya anmelden.

Alle an dieser Aktion beteiligten Personen begrüßen ausdrücklich die pragmatische Entscheidung von Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer. „Zweifellos ist es wesentlich wichtiger, den zur Verfügung gestellten Impfstoff in Gänze zu verimpfen und dadurch zu einem wesentlichen Schutz der Bevölkerung beizutragen, als eine vorgegebene Impfberechtigung strikt formell einzuhalten“, so die Beteiligten.

Denn laut Vorgabe des Landes seien die ü60-Jährigen ohne medizinische Indiktion eigentlich erst ab dem 26. April impfberechtigt, wovon die Samtgemeinde Hoya durch ihre Entscheidung nun aber um einen Tag abweicht. Genau so handhabten es bereits die Verantwortlichen in Rehburg-Loccum (Landkreis Nienburg). Dort wurden am vergangenen Wochenende ebenfalls Senioren über 60 Jahren ohne Vorerkrankung geimpft, damit übrig gebliebene Impfdosen nicht ungenutzt blieben.

Telefonhotline

Anmeldungen für einen lokalen Impftermin in der Hoyaer THW-Bundesschule werden ab sofort bis Freitag um 19 Uhr über folgende Telefonnummern angenommen:

04251/815-31

04251/815-37

04251/815-38

04251/815-45

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